Ein nicht so erfolgreiches Tauchjahr 2001

Januar:
Weihnachten und Silvester habe ich hinter mich gebracht und was übrig blieb sind ein paar Kilos zuviel auf der Hüfte. Sport wäre genau das richtige jetzt, aber Schönbach ist doch geschlossen und ich muss jeden Mittwoch arbeiten. Also ab in den Keller und die Tauchklamotten streicheln und von der kalten Nässe träumen.
Februar:
Kein Geld für einen Tauchurlaub! Wieder ab in den Keller und sicher stellen, dass die Tauchklamotten in Ordnung sind. Wehmütig pudere ich den Trocki wieder ein und überlege ob ich in der Badewanne testen soll ob er auch immer noch dicht ist.
März:
Frühling in Bauch. Bald ist Schönbach offen. Also die Automaten zur Revision bringen und die Tauchlampen entladen und neu laden.
April:
Gregor anrufen und fragen wann es denn endlich los geht! Aber Schönbach ist immer noch zu und Gregor gibt mir Hoffnung, dass es im Mai losgeht.
Mai:
Nun könnte es endlich los gehen aber was macht Gregor: fliegt nach Amerika und bleibt den ganzen Monat da!
Juni: Gregor endlich wieder da aber diesmal ist es die Firma die mir meinen ersten Tauchgang versaut. Ich muss an allen Wochenenden fliegen. Da habe ich auch kein Lust zum Training. Wozu soll ich auch trainieren wenn es mit den Tauchen nichts wird!
Juli:
Alles klar, zum tauchen verabredet. Als ich die Tauchsachen fertig mache kommt mir ein furchtbarer Gedanke auf. Die tauchärztliche Untersuchung habe ich lange nicht mehr gemacht. Und der unvorstellbare Fall tritt ein. Sie ist bereits in April abgelaufen!!!!!!!
August:
Habe den ganzen Monat frei und verbringe ihn in Ägypten in Kairo und lerne Arabisch. Das Rote Meer ist so nah aber bis dahin schaffe ich es nicht und ohne die Untersuchung kann ich sowieso nicht ins Wasser.
September:
Ich muss einen Termin mit einem Taucharzt vereinbaren. Ich mache es morgen. Es ist sowieso viel zu heiss zum Tauchen im Moment.
Oktober:
So langsam wird es kritisch. Das Jahr ist bald rum und ich bin immer noch nicht getaucht. Also, morgen rufe ich den Taucherarzt ganz bestimmt an.
November:
Jahresversammlung der Tümpeltaucher und ich gehe dahin obwohl ich nun wirklich kein Vorzeigemitglied gewesen bin. Kein Training und auch kein Tauchgang. Dort bekomme ich wieder Hoffnung: es gibt noch eine letzte Möglichkeit das Jahr doch nicht ohne Tauchen zu beenden, ich könnte doch am Nikolaustauchgang teilnehmen. Und unglaublich aber Wahr: ich schaffe es die tauchärztliche Untersuchung zu machen und rufe Gregor voller Stolz an und kündige ihm an, dass ich doch zum Nikolaustauchen kommen werde. Und was macht er: sagt, dass es am Samstag statt findet und dann kann er nicht!
Dezember:
Beende das Jahr mit dem Vorsatz nie wieder ein Jahr ohne Tauchen zu haben und regelmäßig ins Training zu kommen. Diesmal wird es ganz bestimmt mit dem Vorsatz klappen.
 

Elina