FAQ

FAQ – Tümpel TaucherFAQ (engl.: freqently asked questions) sind immer wieder gestellte Fragen, auf die hier gesammelt eine Antwort gegeben werden soll.

 

Allgemeine Fragen

In welchem Alter kann man tauchen?
Kinder können ab einem Alter von 6 Jahren mit dem Schnorcheln beginnen, das erste Tauchen ist erst ab einem Alter von 8 Jahren gestattet. Ab einem Alter von 12 Jahren werden erste Beschränkungen auf Tiefe und Anzahl der Tauchgänge gelockert, bei einem Alter von 14 Jahren fallen weitere Beschränkungen; und mit 16 gilt ein Taucher als uneingeschränkt tauchfähig.

Nach oben wird das Tauchen nur durch die eigene Fitness sowie die gesundheitliche Tauchtauglichkeit beschränkt. Es gibt Taucher, die erst mit über 70 eine Ausbildung begonnen haben.
Hans Haas, einer der großen Pioniere des Tauchens, war noch mit 86 Jahren zu Forschungen unter Wasser…

Ist das Tauchen was für mich?
Möchtest Du dich sportlich betätigen? Was erleben, was nicht jeder erlebt? Eine völlig fremde Welt erkunden? Lebewesen treffen, die es schon länger gibt wie alles andere, was Du bisher kennengelernt hast?

Bist Du willig, Dein Leben und Deine Gesundheit einem Dir vielleicht völlig unbekannten Partner anzuvertrauen? Und für diesen die gleiche Verantwortung zu übernehmen?

Bist Du bereit, für all dies auch was zu tun? Dann lautet die Antwort: Ja!

Ist Tauchen riskant oder gar gefährlich?
Wie bei allen Extremsportarten muß dies mit Ja beantwortet werden, wie die auch immer wieder auftretenden tödlichen Unfälle zeigen.

Aber: Als Taucher bewegst du Dich in der (nach dem Weltraum) für uns Menschen lebensfeindlichsten Umgebung. Es liegt in Deiner eigenen Verantwortung, durch ordentliche und funktionsfähige Ausrüstung sowie durch entsprechende Ausbildung und regelmäßiges geistiges und körperliches Training, das Risiko für Dich und Deine Mittaucher zu minimieren.

Ist Tauchen ein Sport oder ein Hobby?
Beides, und es läßt sich nicht trennen.

Der Hochleistungs-Freitaucher würde sein Tauchen ohne das Gefühl des Erfolges sicher nicht durchführen; der Urlaubstaucher bekommt ohne ein Mindestmaß an körperlicher Betätigung wohl kaum einen Fisch zu sehen …

Der Tauchschein

Tauchen ohne Tauchschein?
Nicht mit mir! Würdest Du Beifahrer bei einem Autofahrer sein wollen, von dem Du weißt, dass er weder einen Führerschein hat noch jemals gefahren ist?

Bei der Ausbildung erhälst Du das Wissen und die Fertigkeiten, Dich mit Deiner Ausrüstung unter Wasser richtig zu verhalten. Und davon kann im Problemfall unser beider Leben abhängen.

Wie bekomme ich einen Tauchschein?
Suche Dir einen Tauchshop, eine Tauchbasis oder einen Tauchverein in Deiner Nähe, besuche ihn und sprich mit den Verantwortlichen. Wenn Du ein gutes Gefühl dabei hast – melde Dich an und leg’ los.

Die Ausbildung besteht immer aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Beide sind nicht allzu schwierig, aber fünf volle Tage Zeit solltest Du für einen Tauchschein schon einplanen.
In den warmen Ferienregionen bieten die meisten Tauchbasen regelmäßig Anfängerkurse an, die auch innerhalb einer Woche Urlaub gemacht werden können. In unseren heimischen Gefilden findet die Praxis in den Seen temperaturbedingt nur im Sommer statt, die Theorie beginnt daher meist im Februar oder März.

Was unterscheidet die verschiedenen Ausbildungen?
Die internationalen Verbände und professionellen Organisationen haben sich auf Mindestanforderungen in Theorie und Praxis geeinigt. Diese sind überall gleich.

Unterschiede gibt es in der Vermittlung der Theorie (Unterricht vs. Selbststudium), beim Nachweis von schwimmerischen Fertigkeiten (diese Anforderungen gibt es bei den professionellen Organisationen nicht) sowie in der Anzahl der Pflichttauchgänge und den dabei zu absolvierenden Übungen.
Und natürlich im Preis …

Und was kommt danach?
Erst einmal: Tauchen, Tauchen, Tauchen … denn “Übung macht den Meister”.

Danach: Ein auf Deinem ersten Tauchschein aufbauender weiterer Tauchschein gestattet Dir etwas größere Tiefen oder das Tauchen ohne Guide (dies ist aber von Land zu Land und von Basis zu Basis unterschiedlich). Dazu sollte man in einem Taucherleben noch Spezialkurse wie Gruppenführung, Navigation, Nitrox sowie Tauchrettung einplanen. Je nach Interesse kann dazu eine Ausbildung für die Sonderfälle Nacht- oder Tieftauchen, Wrack-, Höhlentauchen oder Eistauchen besucht werden. Der Rest ist Geldmacherei …

Die Ausrüstung

Ist Tauchen teuer?
Nicht teurer als andere technische Sportarten …

Für 500 Euro kann man eine akzeptable Anfängerausrüstung bekommen, die für gelegentliche Urlaubstauchgänge im warmen Meer geeignet ist. Eine kaltwassergeeignete Komplettausrüstung für deutsche Binnenseen kostet etwa 2.000 Euro (die kann aber auch in warmem Wasser verwendet werden); und wenn ein Taucher in seinem ganzen Leben mehr wie 10.000 Euro ausgibt, ist er entweder Extremtaucher oder muß immer das Neueste vom Neuen haben, ist entweder leicht verrückt oder hat zuviel Geld …

Welche Ausrüstung brauche ich auf jeden Fall?
  • Maske und Flossen
  • Atemregler (bestehend aus 1. und 2. Stufe, mit Oktopus und Finimeter)
  • Jacket
  • Tauchanzug (der für das gewählte Tauchgewässer geeignet sein sollte – 3mm Neopren sind bei 20° Wasser schon dünn)

Welche Ausrüstung ist “nice to have”?
  • Zwei getrennte Atemregler
  • Tauchcomputer / Taucheruhr / Tauchkompass
  • Tauchlampe
  • Kleinkram (wie Tauchermesser, Boje)

Welche Ausrüstung brauche ich nicht?
  • Flasche und Blei

Ist erstens viel zu schwer, um bei Flugreisen mitgenommen zu werden.
Wird zweitens fast immer von den Tauchbasen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Und selbst wenn das Leihen etwas kostet muß man drittens schon viel tauchen, damit sich die Kosten amortisieren (eine Flasche kostet in der Anschaffung ca. 300 Euro und muß alle zwei Jahre für 70 Euro zum TÜV).

Wo kaufe ich am besten die Ausrüstung?
Bei den großen Anbietern im Internet oder im Shop in Deiner Nähe.

Perönlich kaufe ich immer im Shop meines Vertrauens. Ist zwar ein paar Euro teurer, aber ich kann es mir “in echt” ansehen, ich kann aus- oder anprobieren und wenn was damit sein sollte, kann ich es dem Chef persönlich um die Ohren hauen …

Gesundheit und Tauchmedizin

Was bedeutet Tauchtauglichkeit?
Eine medizinische Untersuchung, bei der überprüft wird, ob Du gesundheitlich in der Lage bist, das Tauchen auszuüben. Untersucht werden sollte dabei von einem fachkundigen Arzt (selbst Taucher oder in einem Tauch-Institut) mindestens die Lungenfunktion, der Kreislauf (Herz und Blutdruck) sowie das Gehör (intakte Trommelfelle).

Ohne Tauchtauglichkeit tauchen?
Da streiten sich die Geister …

Es gibt keine gesetzliche Grundlage für ein solches Attest im privaten Bereich. Und wie beim TÜV gilt auch hier: Eine heute bestätigte Tauchtauglichkeit verhindert keinen Infarkt in vier Wochen.

Aber Fakt ist: Fast alle Basen weltweit verlangen die Vorlage eines solchen Attestes oder zumindest das Ausfüllen eines entsprechenden Fragebogens (mit Haftungsausschluss bei falscher Beantwortung!).

Ohne Tauchtauglichkeit geht kein Taucher in’s Wasser …

Ich fühle mich nicht so gut …
… dann bleib’ aus dem Wasser.

Ein schlechtes Gefühl, Unwohlsein, dazu vielleicht noch etwas Fieber und leichte Kopfschmerzen: Auch wenn Du mit solchen Anzeichen arbeiten gehst, einen Gefallen erweist Du damit weder Dir noch Deinen Kollegen.
Unter Wasser wird’s noch schlimmer: Du quälst Dich und hast keinen Spass am Tauchgang. Das Risiko, wenn etwas passiert, teilst Du aber mit Deinem Tauchpartner …

Ich bin Brillenträger …
… ich auch!

Wenn es nur eine leichte Fehlsichtigkeit ist, kann man diese unter Wasser häufig ignorieren. Für alle anderen Fälle gibt es Korrekturlinsen, die entweder in die Tauchermaske eingeklebt oder von einem guten Tauchshop gegen das Originalglas ausgetauscht werden.

Ich nehme Medikamente …
… nicht gut.

Wir reden hier nicht von der gelegentlichen Kopfschmerztablette, sondern von der dauerhafen Einnahme rezeptpflichtiger Medikamente. Leider beinhalten viel zu viele dieser Mittel Wirkstoffe, deren Wirkungen (oder Nebenwirkungen) ein Tauchen verbieten. Diee Entscheidung für oder gegen eine Tauchtauglichkeit kann nur der behandelnde Arzt treffen, gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem Tauchmediziner. Auch eine erneute Tauchtauglichkeitsuntersuchung ist hier angeraten.

“Tümpeltaucher”

Was bringt mir eine Mitgliedschaft?
  • Die Möglichkeit, sommers wie winters regelmäßig zu trainieren.
  • Dich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
  • Tauchpartner für Fahrten und Ausflüge zu finden.
  • Eingeschlossen ist eine Sportversicherung des VDST

Wie werde ich Mitglied?
Komm einfach mal vorbei und trainiere mit uns. Alles weitere kannst Du dann mit unserem Vereinsvorstand klären.

Wie oft geht ihr tauchen?
Nicht oft genug ;p