Schwimmbadfest 2016

Beim Bad Camberger Schwimmbadfest wird im Freibad noch mehr geboten – zum Beispiel Schnorcheln und Tauchen mit den Tümpeltauchern, Rettungsspiele mit der DLRG und ein Aktionsprogramm des Kinderschutzbunds.

 

An dieser Stelle möchten wir auf den Artikel in der Nassauischen Neuen Presse hinweisen und ihn hiermit Teilen.

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Schimmbadfest 2014

Beim Bad Camberger Schwimmbadfest wird im Freibad noch mehr geboten – zum Beispiel Schnorcheln und Tauchen mit den Tümpeltauchern, Rettungsspiele mit der DLRG und ein Aktionsprogramm des Kinderschutzbunds.
Schwimmbadfest2014
Bad Camberg. 

Die beiden Frauen an Land werfen die Rettungsleine. Zu kurz. Noch einmal. Etliche Meter weiter sitzt Felix auf der Gummikrake und versucht, sie zu erreichen. Daneben! Sein Freund Patrick lacht. Er hat sie genau gefangen. „Immerhin einer“, schmunzelt sie Frau. Dann lässt sich Patrick durch das Wasser ziehen. Anschließend ist Felix dann doch an der Reihe: Ein Helfer der DRLG zieht ihn an Land. So macht „Retten“ Spaß.

Die beiden Jungs genießen das Bad Camberger Schwimmbadfest. Für Kinder ist der Eintritt frei, der Deutsche Kinderschutzbund sorgt an Land für Spiele und frische Waffeln, im Wasser wird geplantscht und trainiert.

Eine Runde schnorcheln

Felix und Patrick sind da nicht die einzigen, die etwas üben. Jede Menge Kinder haben sich im Wasser um Jan Schmidt versammelt. Er gehört zum Bad Camberger Tauchverein „Tümpeltaucher“ und schnorchelt mit den Kindern. „Wollen wir runtertauchen?“, fragt er ein kleines, blondes Mädchen. Charlotte hat keine Angst, aber die Neunjährige weiß: „Das klappt nicht, dass Wasser zieht mich immer wieder hoch!“ Kein Problem! „Du hältst Dich jetzt einfach an meinem Arm fest, okay?“ Und schon geht es abwärts, eine ganze Schwimmbad-Bahn lang. Ihre Freundin Mara (11) darf auch mal, und die Mädchen sind mit Feuereifer dabei. Noch sind sie zu jung für einen Tauchkurs. Den machen gerade Simon und Johann. Beide sind 14 Jahre alt – das Mindestalter für den Kurs. „Ich schnorchele schon seit fast zwei Jahren“, erzählt Johann, der sich riesig auf den ersten richtigen Tauchgang freut. „Ohne Wasser könnte ich nicht leben“, sagt der Junge. Schwimm-Meister Jens Trautmann kann das nur bestätigen: Die Kinder, die heute gekommen sind, sind mit Feuereifer dabei. Leider hatten die Bad Camberger nun im dritten Jahr in Folge das Pech, nach sehr heißen Tagen den ersten kühlen für ihr Schwimmbadfest zu erwischen. „Dabei ist es hier drin gar nicht kalt“, ruft ein Mädchen aus dem Becken heraus. „Na ja, es hat wohl schon einige Besucher abgehalten“, bestätigt Sonja Jansen von den „Tümpeltauchern“. Im Sommer treffen sich die Vereinsmitglieder immer dienstags um 18.45 Uhr im Freizeit- und Erholungsbad. „Hier lernst Du den Umgang mit ABC-Ausrüstung, Flossen, Schnorchel, Maske.“ Außerdem steigert es die Fitness. „Ohne Wasser wäre ich wie ein Fisch auf dem Trockenen“, bestätigt Tauchschüler Johann. Mit seinem Berufswunsch hat dieses Training auch viel zu tun. Noch hat er im Wasser nicht allzu viel gesehen. Das wird sich sicher ändern. Und sein Traumberuf? Da ist er sich ganz sicher: Meeresbiologe. (pp)

Madeira: Tauchbasis Manta-Diving [15.10. bis 24.10.2013]

Früh am Morgen machten wir uns auf zum Frankfurter Flughafen, um einen der ersten Flüge mit Tui-fly zu nehmen. Zu unserem Ärger hatten wir für drei Personen zwar nur 47 Kg Gepäck, aber leider kein Tauchgepäck angemeldet, also erst mal kräftig nachbezahlen, das fängt ja gut an!

Vom nasskalten Deutschland ging es in die wohlige Wärme von 28 C .Man kann entspannt noch eine Runde schlafen und wenn man landet empfängt einen der herrlichste Sonnenaufgang .Die Landung ist sehr aufregend, denn das Flugzeug fliegt parallel zu einer Straße, die am Hang liegt.

Mit dem Kleinbus geht es in kurzer Zeit zum Galoresort und man hat auf der Fahrt einen ersten Eindruck der Insel. Die Rezeption empfängt uns mit einem „ Guten Morgen“, alles lässt sich auf Deutsch regeln .Wir bekommen unser Zimmer im zwei Minuten entfernten Galomar Hotel gezeigt.

Madeira1Madeira2 Wau !! mit Meerblick und Palme vor dem Balkon und an den Zimmerwänden hängen Unterwasser- Bilder !!! Passt !!

Nachdem wir unsere Klamotten der stetig steigenden Temperatur angepasst haben, gehen wir zu unserem Hauptziel, der Tauchbasis. Mit dem Fahrstuhl kommen wir bequem nach unten zum Wasser. Der Hauptandrang ist vorüber und wir können uns in aller Ruhe bei Sittika anmelden. Sascha macht mit uns einen Basisrundgang. Wo sind unsere Tauchbox, Spühlbehälter, Dusche, Pinnwand für die Tauchlisten und wo gibt es Flaschen( 12 er Alu) . Aus Sicherheitsgründen muss jeder einen Check-Tauchgang ablegen (Maske ausblasen, Wechselatmung, Tarieren ) . Na wenn es sein muss, wir vereinbaren für den nächsten Tag einen Termin, denn wir sind vom Flug sehr erledigt und wollen erst mal etwas Essen. Gleich am Fahrstuhl-Ausgang ist eine Bar mit Kleinigkeiten. Wir nehmen unter Bastmatten Platz mit Sicht aufs geliebte Meer. Nach einigen kühlenden Getränken und etlichen Fotos vom Meer taucht vor uns eine kleine Schule Schweinswale auf, die gemächlich durch unser Tauchgebiet streift. Großartig!

Die Sonne brennt weiterhin vom Himmel und wir schnappen unsere ABC-Ausrüstung und machen uns auf zum Wasser. Alle Liegestühle sind besetzt, aber so ein Lavafelsen ist auch ausreichend. Und ab ins kühle Nass! Bei 23 C° herrlich erfrischend und der Salzgeschmack! Wir tauchen ab und erkunden die Bucht auf ca. 5m kleinere Schwärme und unglaublich gute Sicht ! Miriam möchte unbedingt zum Lavafinger rüber und ich begleite sie. Viele Fische und sie kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, aber auch Brandung und sie darf nicht zu nahe an den Fels. Nach 40 min entsteigen wir über Leitern dem Meer. Herrlich und jetzt ein Sonnenbad !

Na, das mit der Sonne war jetzt zu viel und ich glühe vor Sonnenbrand.

Gegen 19.00 Uhr machen wir uns auf zum Abendessen( Halbpension ) ins Galosol, ca. 2 min Fußweg. Ein 4er-Tisch mit Blick zum Meer ist schnell gefunden. Nach dem bestellen der Getränke( in Deutsch ) erkunden wir das Buffet. Tagessuppe und Brot, Salatbuffet mit 4 Dressings, angemachte Salate mit Fisch, Wurst oder Vegetarisch, 3 Hauptgerichte und 2 Köche, die direkt zubereiten, als Abschluss das Dessertbuffet ! Manch einer isst nur davon, gell Miriam ! Zufrieden schlendern wir an der Küste entlang zu unserem Hotel rüber und erfreuen uns an einem Sonnenuntergang in allen Rottönen.

Das Frühstück ist genauso großartig und der beste Einstieg für einen ausgiebigen Tauchtag.

Für den Checkdive sind wir in einer 6 er Gruppe eingeteilt. Ausgiebig bespricht Sascha anhand einer Karte unseren Tauchgang und das Überprüfen von Wechselatmung und Maske ausblasen. Wir gehen zusammen Richtung Pool und nehmen den rechten Einstieg (Sprungplateau). Einer nach dem Anderen landet im Wasser und wir tauchen gemeinsam ab. Erledigen auf 5 m unsere Übungen und starten unsere Runde um den Lavafinger. Abstrakte Felsformationen, fantastische Weitsicht und Barrakudas begleiten uns. Vor der legendären Esmeralda (einer 28-jahrigen Muräne) geht es leicht gegen Strömung, aber danach empfangen uns einträchtig Zackenbarsch mit Trompetenfisch in einem Überhang ! Es geht bis auf 22 m zum Fenster, vorbei an Sandaalen und Muränen. Herrlich !! Nach 45 min sind wir wieder am Ausstieg und erklimmen die Leiter. Da es so schön war, machen wir an diesem Tag noch zwei Tauchgänge und gehen dann hungrig und müde zum Abendessen. Wieder ein Sonnenuntergang zum Abschluss.

Tochter Miriam begibt sich in die Hände von Manfred und beginnt heute ihren Tauchkurs mit einem Schnuppertauchgang im Pool und der Bucht. Alles klappt hervorragend und sie kommt mit einem begeisterten Grinsen aus dem Wasser .Und was sie alles gesehen hat sprudelt nur so aus ihr heraus : Fische die ganz bunt sind, Muscheln und natürlich die Sepias .

So soll es sein !

Wir machen uns unterdessen auf zur Höhle „ Ponda da Olivieira“. Die Robbe ist nicht zu Hause, aber dafür sitzen Atlantikhummer in den Spalten. Leider hat die Strömung sich geändert und wir müssen stark gegen sie angehen. Schaffen es noch mit genügend Luft im TG und können am Schluss wieder einmal die Sepias beobachten.

Nach noch einem Tauchgang und einem Imbiss in der Bar, machen wir uns auf zum Tauchplatz „Arena“. Es soll unser Lieblingstauchplatz werden. Der Einstieg ist etwas abseits über eine Holzbrücke zu erreichen und ist auch eine Leiter, die man runter steigt und von der man sich dann in flaches Wasser gleiten lässt. Die UW-Landschaft gleicht einem Haufen riesiger Murmeln, die bis auf ca. 15 m liegen, dann kommt Sand. Wir folgen der Küste nach Norden, bis sich die Landschaft ändert. Kurz vor der Arena kommt ein Drückerfisch auf uns zu. Er versucht, in Schlauch, Maske und Blitzlicht zu beißen, was uns gar nicht gefällt und wir ihn rabiat mit Gegenattacken vertreiben. Hier besser nicht mehr vorbei, sondern es mal auf 12 m versuchen. Wir finden den Tunnel der von „Kaskaden“ überthront wird. Er ist schön und einfach zu betauchen und oft stehen Schwärme darin. Rückweg über Lavafinger und Sepiafamilie.

Es ist Herbst uns so schlägt das Wetter schnell mal um, von Sonnenschein zu einem heftigen Gewitter mit Sturm, die Straßen und die Basis stehen unter Wasser. Schlammmassen finden ihren Weg ins Meer. Am Tag danach kann wieder normal getaucht werden, die Sicht ist schlechter als zuvor, aber für Deutschland-Seen- Taucher noch hervorragend. Wir fahren mit dem Alutauchboot raus zum „Cup Garajau“ und den zahmen Zackenbarschen. Kaum sind wir einige Minuten getaucht, steht plötzlich einer vor uns. Alle Fotoapparate werden auf ihn gerichtet, und es gefällt ihm offensichtlich gut. Klasse Erlebnis ! Beim Bojesetzen stelle ich fest, dass ich einen blinden Passagier dabei hatte, denn eine kleine Eidechse schwimmt kopfüber an mir vorbei.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Unsere Tochter schließt ihren Tauchschein mit Erfolg ab. Ihr erster Tauchgang mit Eltern klappt gut, solange die Mutter sich zurückhält und nur die Nachhut spielt.

Nach 16 Tauchgängen und gefühlten 3 kg mehr Biopreen verlassen wir nach 10 Tagen die Insel.

Und wissen, dass wir nächstes Jahr wiederkommen!

Euer durchweichtes Logbuch (Sonja)

Vereinsfahrt nach Cadaques/Costa Brava [01.09 bis 08.09.2012]

Organisiert wurde die Reise diesmal dankenswerterweise von Bernhard, der unzählige E-Mails verfasst und viel Zeit hierfür aufgewendet hat. Am Samstag fuhren Sonja und ich mit Bernhard im Auto los und kamen nach einigen Staus und 14-stündiger Fahrt gegen Abend in Cadaques an. Hier hatten wir mit Chris zusammen ein Appartement. Christian und Wilhelm waren bereits etwas früher mit dem Auto angekommen und hatten ihr Appartement in unmittelbarer Nähe bezogen. Mit dabei waren auch noch Gregor und Ute, die aber mit Flugzeug und Mietwagen anreisten und in einem anderen Appartement in der Nähe der Tauchbasis untergebracht waren. Anlaufpunkt war die Tauchbasis Ulla und Paul, die auch von unserem Appartement nur einige Minuten entfernt war. Hier war wohl ferienbedingt und durch die Anwesenheit mehrerer Gruppen recht viel los. Das Ergattern eines Platzes für die Tauchausrüstung oder eines freien Platzes auf dem Boot war mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden. Zum Glück gab es zwei sehenswerte Buchttauchplätze, einer unmittelbar unter der Tauchbasis „El Bofill“ , einer in einer nahe gelegenen Bucht „Oliguera“, von der auch die Bootstauchgänge starteten. Die Tauchbasis “Ulla und Paul” in Cadaques ist eine Basis, die schon lange besteht (seit 1975). Sie wurde früher von den Eltern des heutigen Baseninhabers Claas Bräutigam aufgebaut und lange geführt und vor einigen Jahren dann von ihm übernommen. Sie liegt am Rand des schönen Ortes Cadaques, den man nach 15 Gehminuten erreichen kann. Das Naturschutzgebiet “Cap de Creus” in welchem die Land- und Bootstauchplätze liegen, zeichnet sich durch große Artenvielfalt und eine ökologisch intakte Unterwasserwelt aus.

Nähere Informationen auf der Homepage http://www.ullaundpaul.de.

Der Einsteig in die Hausbucht war anfangs wetter – und strömungsbedingt eine Herausforderung, dafür gab es Schwärme, Langusten und einen Krebs, später dann auch Oktopus, Sepia, Muränen und einen kleinen Drachenkopf zu sehen. Oliguera wartete mit einem Wrack auf, zu dem vom Einstieg Seile führten. Auch hier überraschten uns viele Fischschwärme, Oktopusse, Muränen… . Zu den Bootstauchgängen ging es mit einem Zodiak in ca. 10 Minuten meistens zu vorgelagerten Inseln. Hier begegneten wir Conger, Drachenköpfen, Schnecken, Gespensterkrebsen und Gabeldorschen. Höhepunkte waren der Tauchplatz Medina mit Zacki und unzähligen Muränen, einem Zitterrochen, Barakudas in Schwärmen und schönem Bewuchs, nur noch geschlagen von dem Tauchplatz Isla Massa d’Or mit vielen Riesenzackis und Barakudas hautnah.

Angenehm war, dass die Tauchbasis die Möglichkeit bot, zwischen den Tauchgängen wechselnde Gerichte und Crepes zu sich zu nehmen. Abends gingen wir meistens in einer zehn Minuten entfernten Bucht in einem einheimischen Hafenrestaurant Essen, wo es gutes Essen auf kleinstem Raum gab. Zum Abschluss ging es mit der gesamten Mannschaft der Tauchbasis zum Fischessen in ein Lokal mitten in Cadaques. Mit vielen schönen neuen Eindrücken machten wir uns nach einer Woche wieder auf den Rückweg und beendeten eine tolle Vereinsfahrt.

Gruß Frank

Bali [11.12. bis 25.12.08]

Ich hatte mich im Herbst 2008 recht kurzfristig dazu entschlossen dem grauen Winter in Deutschland zu entfliehen und noch mal etwas Sonne zu tanken. Von den möglichen Zielen entschied Ich mich dann trotz beginnender Regenzeit für Bali.

Am 10.12. ging es dann über Singapur nach Indonesien. Vom Flughafen in Denpasar führte mich mein erster Weg ins etwas „kühlere“ Ubud. Die Ersten fünf Tage waren für eine Inseltour verplant die mich von Ubud aus über Candi Dasa, Besakih, Lovina und Tanah Lot wieder nach Candi Dasa führte.

Lars @ Bali

Lars@Bali

 

Nach einer anstrengenden Mischung aus beeindruckenden Landschaften, „Tempelflitzen“ und Butterfahrt war´s dann endlich an der Zeit den gemütlichen Teil einzuläuten.

Das Candi Beach Cottage hatte zwar als „Taucherhotel“ keine eigene Basis, dafür konnte man sich aber an eine der ansässigen Basen vermitteln lassen (Downtown gab es ca. ein halbes Dutzend), was mich dann zu den Shangrila Scuba Divers brachte (http://www.divingatbalishangrila.com/diving-bali.htm).

Betaucht wird überwiegend der Osten Balis vor Candi Dasa. Es werden aber auch Tagestouren bis nach Tulamben (Liberty/Wall) und zur Nusa Penida angeboten. Die Gruppen sind angenehm klein und Die Touren waren gut organisiert. Wegen der stellenweise sehr starken Strömungen (Downcurrents) sind einige Tauchplätze (besonders vor Nusa Penida) eher was für sehr erfahrene oder lebensmüde Taucher. Bei stelenweise bis zu 7 Knoten is man halt schnell mal Richtung Borneo oder Australien unterwegs. ;-}

Von Bali aus werden auch Tauchtrips nach Lombok und Komodo angeboten.

 


 

TG 1&2 „Liberty“: Transport nach Tulamben, Regen…ein Strand Cafe dient als Ausgangsbasis für die Tauchgänge.

 

Über grobes Lavageröll geht es ins Wasser. Das Geröll ging Unterwasser nach wenigen Metern in feinen schwarzen Sand über und kurze Zeit später schälte sich die Unterseite des Rumpfes aus der trüben Brühe…Schönbach an ´nem guten Tag, nur eben wärmer ist da ein passender Vergleich.

Die TG´s führten stets nach rechts entlang des Rumpfes zum Ruder und dann über die tiefer gelegenen Aufbauten zum Bug.

 tvt_ta10Tulamben

 

Das Wrack liegt auf der Seite und ist stark mit Korallen bewachsen, Aufbauten teilweise nicht mehr erkennbar. Der Bug ist am stärksten beschädigt. Große Schwärme um und über dem Wrack und viel Kleinzeugs darauf (Garnelen, Schnecken, Rotnasenbüschelbarsch, Geisterfetzenfisch…).Besonders die Schnecken und Critter auf dem schwarzen Sand rund um das Wrack schreien Förmlich „HALLO! Hier bin Ich!“

Zum Tauchplatz: Das Wrack liegt bis zu 30m tief.

Strömung: variieren sehr stark (hatte selbst keine oder nur geringe Strömung, drei Tage vorher soll es da ziemlich gezogen haben)

Sichtweiten: schwanken deutlich (der feine Sand wird sehr leicht durch Taucher und Brandung aufgewirbelt)

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Die „Liberty“ wird direkt vom Strand betaucht


 

 TG 3 Gili Mimpang „Shark Point“ &4 Gili Tepekong „Secret Garden“:

Die erste Ausfahrt ging mit schmalen Auslegerbooten Gili Mimpang. Ausrüstung im Wasser anlegen. Abtauchen an der Ankerboje. Sicht 10-15m. Heller Sandgrund. Außer den „üblichen Verdächtigen“ waren hier sehr viele Schnecken unterwegs (besonders eine knatschgelbe Spezies saß hier fast in jeder zweiten Koralle und Gelege einer „Spanish Dancer“). An der südlichen Wand waren leider keine Haie unterwegs   :-[

Zum Tauchplatz: zwischen den Felsen ca. 7m tief flach abfallend auf 30m, im Südlichen Teil fällt die Felsformation steil auf >50m

Strömung: variieren sehr stark (beim ersten Mimpang-TG mäßige Strömung, drei Tage später wurde es etwas „interessanter“)

Sichtweiten: gut (schwanken jahreszeitlich)

Besonderheiten: zwischen Ende August und Ende Oktober kommen Mola Molas nach Mimpang, an der Steilwand sind regelmäßig Weißspitzenriffhaie zu sehen

 

 tvt_ta12Im Vordergrund die drei größeren Felsen von Gili Mimpang,
im Hintergrund Gili Tepekong

 Nach der Oberflächenpause in der Basis ging´s dann per Boot nach Gili Tepekong. Wir betauchten den nördlichen Teil und bei schwacher Strömung und guter Sicht war es ein toller TG. Der Bringer waren hier die vier kleinen Weißspitzenriffhaie (Tepekong gilt eher als Kinderstube für Whitetips, während man vor Mimpang eher Mom&Dad Whitetip vor die Maske bekommt).

Auf der Rückfahrt gab es als Bonus noch eine größere Gruppe Delfine zu sehen.

Zum Tauchplatz: Der Norden und Nordosten sind eine langsam abfallende sandige Ebene mit bewachsenen Felsen und Korallenfeldern.

Strömung: variieren sehr stark (besonders der Süden und der „Canyon“ sind berüchtigt)

Sichtweiten: gut (schwanken jahreszeitlich)

Besonderheiten: in Höhlen und unter Tischkorallen verstecken sich junge Weißspitzenriffhaie

 


 

TG 5 Padang Bai &6 „Blue Lagoon“:

Nach längerem Ausritt durch die aufgewühlte See ankerten wir in der Bucht von Padang Bai. Der „Spaziergang“ führte aus der Bucht hinaus und entlang der Wand Tajung Sari herum. Netter TG aber nicht sonderlich spektakulär.

 

Zum Tauchplatz: In der Bucht beträgt die Wassertiefe über dem hellen Sandgrund nur um die 3-4m, erst nach Umrundung der Landzunge im Osten wird es tiefer und die Zahl der Korallen nimmt zu.

Strömung: mäßig (auf dem Rückweg war es etwas nervig). Die Bucht war geschützter, deshalb keine Strömung

Sichtweiten: gut

Nach einstündiger Oberflächenpause in dem kleinen „Kanu“ mit Blick auf die Raffinerie und Dauerregen war der Sprung ins warme Wasser eine Erleichterung.

Die Sicht in der „Blue Lagoon“ war nicht so prickelnd, weswegen das kleine „Wrack“ nicht komplett zu überblicken war. Highlight war noch ein schwarzer Anglerfisch der es sich in den Maschen des künstlichen „Riffs“ aufhielt.

tvt_ta13    Westlich von Candi Dasa liegt die „Blue Lagoon“…und die Raffinerie

 

Zum Tauchplatz: In der Bucht beträgt die Wassertiefe über dem hellen Sandgrund zwar nur um die 5-10m, fällt aber ab der Kante schnell auf 20-30m

Strömung: mäßig

Sichtweiten: mäßig

Besonderheiten: kleiner Kutter und Drahtkonstrukte zum Aufbau eines künstlichen Riffs

 


 

TG 7 Gili Mimpang „Shark Point“ &8 Gili Tepekong „Secret Garden“:

Änhlich TG 3. Ein großer Oktopus war diesmal der Höhepunkt. Wegen stark zunehmender Strömung wurde im Strömungsschatten eines Hügels auf der Ostseite ausgetaucht. Dort sammelte sich aber leider auch eine Menge Plastikmüll, so das wir durch Wolken von Tüten und Verpackungen auftauchten…Örks!!

Beim Nachmittagstauchgang vor Gili Tepekong war die Sicht deutlich schlechter als noch Tage zuvor. Diesmal wurde der Norden in östlicher Richtung betaucht. Die Große Muräne die aus der Tiefe auf das Riff zu kam war ein guter Auftakt nach dem „Junkyard-Dive“ am Vormittag. Leider waren wir, als wir zu der Höhle kamen schon in der Auftauchphase, so das wir nicht mehr nach Haien schauen konnten (dafür saß dann ein weißer Scorpionfish direkt über dem Höhleneingang).

 


 

Schnorchel auf Bali:

-Vor Candi Dasa war das Schnorcheln nicht so zu empfehlen. Zum einen war die Strömung nur zum Tidenwechsel vertretbar, zudem wurden große Teile der Riffstruktur abgetragen und durch Betonwälle ersetzt. Die Strömung bringt viel Müll an den Strand.

-Bei Tanjung Jemeluk/Amed war ein netter Platz zum schnorcheln/tauchen. Der Einstieg dort erfolgte zwar auch, wie in Tulamben, über loses Geröll (zwischen dem auch mehrere Scorpionfisch saßen) das aber schnell auf eine kleine Sandebene mit „Gardeneels“ führt. Direkt dahinter fällt der Hang steil in die Tiefe ab. Ein stark bewachsenes Wrack reicht aber aus der Tiefe bis 3-4m unter die Wasseroberfläche und ließ sich noch recht gut erkunden (Die Tauchbasen in Amed fahren den Sopt auch an).

…und beim Schnorcheln immer schön auf die flachen Auslegerboote achten. Unser Skipper torpedierte beim Anlanden `nen Schnorchler der unbedingt am Bootsanleger seinem Hobby nachgehen musste!

Gruß Lars

2008 Unsere Tauchausbildung im Tauchverein Tümpeltaucher Bad Camberg e.V. und unserer erster Tauchurlaub

Von Julia und Kay-Christoph Grosser, Hünstetten-Beuerbach

Meine Tochter Julia ist nicht nur vom Sternzeichen her Wassermann, nein sie war auch schon als kleines Baby dem nassen Element Wasser sehr angetan. Das ist jetzt aber fast 15 Jahre her. Inzwischen hat sie ihrem Sternzeichen alle Ehre gemacht, ob im Schwimmbad, ob beim Baden oder Schnorcheln im Urlaub, oder beim Wassertemperaturtest eines Gartenteichs von Verwandten im Winter mit den Füßen. Da sie vor einigen Jahren auch damit begann, sich für die Fauna der Meere und der Tiefsee zu interessieren, war schnell die Idee geboren, ihr einen Tauchkurs zu ihrem 15. Geburtstag im Februar 2008 zu schenken.

tvt_ta1Da der Papa (also ich) auch eine Wasserratte ist und im Urlaub gerne und viel schnorchelt, hatten wir beschlossen zusammen den Tauchschein zu machen. Man soll ja auch nie alleine tauchen. Um unsere Tauchtauglichkeit mit Geräten zu testen, buchten wir zuerst ein Schnuppertauchen in Wiesbaden mit den Leuten von Funderwater aus Idstein. Dieses machte uns viel Spaß und wir starteten dann im März 2008 unsere Tauchausbildung bei den Tümpeltauchern. Wer das Bad Camberger Hallenbad im Kurhaus kennt, der weiß schnell, woher der Name Tümpeltaucher kommt – keine Sorge das Wasser ist absolut sauber, klar und warm, aber das Becken gehört halt nicht zu den größten Schwimmbecken in Hessen.

Die ersten 2 ½ Monate wurde erst einmal ohne Geräte nur mit der ABC-Ausrüstung (Brille, Schnorchel, Flossen) geübt und trainiert. Dieses diente tvt_ta2zum Erlernen von grundlegenden Sachen, wie aus der Taucherbrille unter Wasser das Wasser auszublasen und dem Üben des Schwimmens mit Flossen mit dazugehörigen Orientierungs- und Konditionsübungen. Wichtig ist natürlich auch die Theorie beim Tauchen. Hier spielt die Medizin und die Physik eine sehr große Rolle, denn als Taucher muss man sehr gut darüber Bescheid wissen, wie sich Luft unter Wasser in seinem Körper verhält und mit welchen physikalischen Gesetzen man es zu tun hat. Insgesamt waren wir vier Tauch-Azubis. Bernhard hat uns bei sich zu Hause bei sehr guter Verpflegung die physikalischen Gesetze nähr gebracht. Anschließend hat Jan die Tauchmedizin übernommen und uns über die verschiedenen Risiken und Traumen des Tauchens aufgeklärt, welche bei Nichtbeachtung grundlegender Regeln einen Tauchgang zu einem Alptraum werden lassen können.

Ende Mai / Anfang Juni 2008 ging es dann los. Die ersten Schulungs-tauchgänge mit Geräten im Sprungbecken des Camberger Freibades. Julia und ich waren doch ein bisschen aufgeregt vor dem ersten Gerätetauch-gang, aber es klappe alles prima. Dank Andreas waren uns die Geräte und deren Funktion sehr gut bekannt, das 3. Fach der theoretischen Tauchausbildung heißt nämlich Gerätekunde.

Nach ein paar Wochen Training im Sprungbecken und bestandener theoretischer „Prüfung“, standen dann die ersten Prüfungstauch-gänge im Diezer Baggersee an. Unser Tauchlehrer Jan bemühte sich für diese Tauchgänge einen Tag mit besonders schöner Algenblüte im Baggersee zu finden, um uns diese herrliche Fauna des Sees näher zu bringen. Dieses gelang ihm vorzüglich. Ein bisschen bedauerte er es jedoch, dass er seine Unterwasserkamera zu Hause vergessen hatte. Ich habe im Internet ein repräsentatives Bild für unsere ersten zwei Tauchgänge im Baggersee finden können, welches die Sichtverhältnisse veranschaulicht. Unter-wasser wurden dann die Übungen aus dem Freibad wiederholt, z.B. Taucherbrille ausblasen und gemeinsames Atmen aus einem Gerät.

Zwei bis drei Wochen später fanden die letzten drei Prüfungstauchgänge im Baggersee statt, dieses mal war die Sicht mit ca. 5 Metern ganz OK und wir konnten uns im See den versunkenen VW-Käfer oder „The Hanging Man“ genauer betrachten. Nun war es geschafft und wir hatten den Tauchschein Bronze (First Prevet) in der Tasche.

Unser Herbsturlaub auf Malta war schon längere Zeit geplant, und so konnten wir schon kurz nach der Prüfung die ersten Meertauchgänge absolvieren. Wir wohnten im Hotel Seabank bei Mellieha. Dort am Strand gibt es die kleine private Tauchschule Mel Dives, wo man verschiedene Tauchgänge von der Küste aus oder mit dem Boot buchen kann. Zusammen mit einem Tauchlehrer dieser Tauchschule machten wir drei sehr schöne Tauchgänge an der Küste Maltas.

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Der erste und dritte Tauchgang fand an der Westküste Maltas bei Cirkewwa statt. Das ist dort, wo die Fähren nach Gozo hinüber fahren. Hier gibt es ein großes Riff, welches verschiedene abwechslungsreiche Tauchstellen bietet. Beim dritten Tauchgang tauchten wir hier sogar durch einen ca. 6 Meter langen Tunnel hindurch und in ca. 12 Meter Tiefe konnte man unter einen Felsbogen (Arch) hindurch in einen Felsenkessel tauchen. In diesem stiegen wir auf ca. 7 Meter auf und tauchten inmitten einer Seegraswiese auf, wo zahlreiche Barrakudas auf Jagd waren.

 

tvt_ta5Der zweite Tauchgang fand an der Südwestküste in der Anchor Bay in der Nähe des Popey Village statt. Bei diesem Tauchgang waren wir zu viert, es war noch ein erfahrener Taucher aus England dabei und es ging in eine Unterwasserhöhle. Die starke Unterwasserlampe des Tauchlehrers und des Engländers beruhigten unsere Nerven. Der Eingang der Höhle war unter wasser gelegen, aber man konnte in der Höhle auftauchen und atmen. Hier gab es einige Tiere zu sehen, die man im offnen Meer nicht zu Gesicht bekommt. Bei den Prüftauchgängen im Baggersee waren wir schon durch eine Betonröhre in ca. 8m Tiefe getaucht, aber als wir in der Höhle waren, war uns doch ein bisschen mulmig.

 

tvt_ta6Durch unsere Tauchausbildung und den ersten Tauchurlaub haben wir eine ganz neue interessante „Welt“ entdeckt. Jedem der Interesse hat, das Tauchen zu erlernen, können wir diese Ausbildung sehr empfehlen. Man ist bei den Tümpeltauchern nicht nur sehr gut in netter Runde aufgehoben, sondern man bekommt auch eine qualitativ sehr gute Tauchausbildung.

Gruß Julia und Kay-Christoph Grosser