Schimmbadfest 2014

Beim Bad Camberger Schwimmbadfest wird im Freibad noch mehr geboten – zum Beispiel Schnorcheln und Tauchen mit den Tümpeltauchern, Rettungsspiele mit der DLRG und ein Aktionsprogramm des Kinderschutzbunds.
Schwimmbadfest2014
Bad Camberg. 

Die beiden Frauen an Land werfen die Rettungsleine. Zu kurz. Noch einmal. Etliche Meter weiter sitzt Felix auf der Gummikrake und versucht, sie zu erreichen. Daneben! Sein Freund Patrick lacht. Er hat sie genau gefangen. „Immerhin einer“, schmunzelt sie Frau. Dann lässt sich Patrick durch das Wasser ziehen. Anschließend ist Felix dann doch an der Reihe: Ein Helfer der DRLG zieht ihn an Land. So macht „Retten“ Spaß.

Die beiden Jungs genießen das Bad Camberger Schwimmbadfest. Für Kinder ist der Eintritt frei, der Deutsche Kinderschutzbund sorgt an Land für Spiele und frische Waffeln, im Wasser wird geplantscht und trainiert.

Eine Runde schnorcheln

Felix und Patrick sind da nicht die einzigen, die etwas üben. Jede Menge Kinder haben sich im Wasser um Jan Schmidt versammelt. Er gehört zum Bad Camberger Tauchverein „Tümpeltaucher“ und schnorchelt mit den Kindern. „Wollen wir runtertauchen?“, fragt er ein kleines, blondes Mädchen. Charlotte hat keine Angst, aber die Neunjährige weiß: „Das klappt nicht, dass Wasser zieht mich immer wieder hoch!“ Kein Problem! „Du hältst Dich jetzt einfach an meinem Arm fest, okay?“ Und schon geht es abwärts, eine ganze Schwimmbad-Bahn lang. Ihre Freundin Mara (11) darf auch mal, und die Mädchen sind mit Feuereifer dabei. Noch sind sie zu jung für einen Tauchkurs. Den machen gerade Simon und Johann. Beide sind 14 Jahre alt – das Mindestalter für den Kurs. „Ich schnorchele schon seit fast zwei Jahren“, erzählt Johann, der sich riesig auf den ersten richtigen Tauchgang freut. „Ohne Wasser könnte ich nicht leben“, sagt der Junge. Schwimm-Meister Jens Trautmann kann das nur bestätigen: Die Kinder, die heute gekommen sind, sind mit Feuereifer dabei. Leider hatten die Bad Camberger nun im dritten Jahr in Folge das Pech, nach sehr heißen Tagen den ersten kühlen für ihr Schwimmbadfest zu erwischen. „Dabei ist es hier drin gar nicht kalt“, ruft ein Mädchen aus dem Becken heraus. „Na ja, es hat wohl schon einige Besucher abgehalten“, bestätigt Sonja Jansen von den „Tümpeltauchern“. Im Sommer treffen sich die Vereinsmitglieder immer dienstags um 18.45 Uhr im Freizeit- und Erholungsbad. „Hier lernst Du den Umgang mit ABC-Ausrüstung, Flossen, Schnorchel, Maske.“ Außerdem steigert es die Fitness. „Ohne Wasser wäre ich wie ein Fisch auf dem Trockenen“, bestätigt Tauchschüler Johann. Mit seinem Berufswunsch hat dieses Training auch viel zu tun. Noch hat er im Wasser nicht allzu viel gesehen. Das wird sich sicher ändern. Und sein Traumberuf? Da ist er sich ganz sicher: Meeresbiologe. (pp)

Madeira: Tauchbasis Manta-Diving [15.10. bis 24.10.2013]

Früh am Morgen machten wir uns auf zum Frankfurter Flughafen, um einen der ersten Flüge mit Tui-fly zu nehmen. Zu unserem Ärger hatten wir für drei Personen zwar nur 47 Kg Gepäck, aber leider kein Tauchgepäck angemeldet, also erst mal kräftig nachbezahlen, das fängt ja gut an!

Vom nasskalten Deutschland ging es in die wohlige Wärme von 28 C .Man kann entspannt noch eine Runde schlafen und wenn man landet empfängt einen der herrlichste Sonnenaufgang .Die Landung ist sehr aufregend, denn das Flugzeug fliegt parallel zu einer Straße, die am Hang liegt.

Mit dem Kleinbus geht es in kurzer Zeit zum Galoresort und man hat auf der Fahrt einen ersten Eindruck der Insel. Die Rezeption empfängt uns mit einem „ Guten Morgen“, alles lässt sich auf Deutsch regeln .Wir bekommen unser Zimmer im zwei Minuten entfernten Galomar Hotel gezeigt.

Madeira1Madeira2 Wau !! mit Meerblick und Palme vor dem Balkon und an den Zimmerwänden hängen Unterwasser- Bilder !!! Passt !!

Nachdem wir unsere Klamotten der stetig steigenden Temperatur angepasst haben, gehen wir zu unserem Hauptziel, der Tauchbasis. Mit dem Fahrstuhl kommen wir bequem nach unten zum Wasser. Der Hauptandrang ist vorüber und wir können uns in aller Ruhe bei Sittika anmelden. Sascha macht mit uns einen Basisrundgang. Wo sind unsere Tauchbox, Spühlbehälter, Dusche, Pinnwand für die Tauchlisten und wo gibt es Flaschen( 12 er Alu) . Aus Sicherheitsgründen muss jeder einen Check-Tauchgang ablegen (Maske ausblasen, Wechselatmung, Tarieren ) . Na wenn es sein muss, wir vereinbaren für den nächsten Tag einen Termin, denn wir sind vom Flug sehr erledigt und wollen erst mal etwas Essen. Gleich am Fahrstuhl-Ausgang ist eine Bar mit Kleinigkeiten. Wir nehmen unter Bastmatten Platz mit Sicht aufs geliebte Meer. Nach einigen kühlenden Getränken und etlichen Fotos vom Meer taucht vor uns eine kleine Schule Schweinswale auf, die gemächlich durch unser Tauchgebiet streift. Großartig!

Die Sonne brennt weiterhin vom Himmel und wir schnappen unsere ABC-Ausrüstung und machen uns auf zum Wasser. Alle Liegestühle sind besetzt, aber so ein Lavafelsen ist auch ausreichend. Und ab ins kühle Nass! Bei 23 C° herrlich erfrischend und der Salzgeschmack! Wir tauchen ab und erkunden die Bucht auf ca. 5m kleinere Schwärme und unglaublich gute Sicht ! Miriam möchte unbedingt zum Lavafinger rüber und ich begleite sie. Viele Fische und sie kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, aber auch Brandung und sie darf nicht zu nahe an den Fels. Nach 40 min entsteigen wir über Leitern dem Meer. Herrlich und jetzt ein Sonnenbad !

Na, das mit der Sonne war jetzt zu viel und ich glühe vor Sonnenbrand.

Gegen 19.00 Uhr machen wir uns auf zum Abendessen( Halbpension ) ins Galosol, ca. 2 min Fußweg. Ein 4er-Tisch mit Blick zum Meer ist schnell gefunden. Nach dem bestellen der Getränke( in Deutsch ) erkunden wir das Buffet. Tagessuppe und Brot, Salatbuffet mit 4 Dressings, angemachte Salate mit Fisch, Wurst oder Vegetarisch, 3 Hauptgerichte und 2 Köche, die direkt zubereiten, als Abschluss das Dessertbuffet ! Manch einer isst nur davon, gell Miriam ! Zufrieden schlendern wir an der Küste entlang zu unserem Hotel rüber und erfreuen uns an einem Sonnenuntergang in allen Rottönen.

Das Frühstück ist genauso großartig und der beste Einstieg für einen ausgiebigen Tauchtag.

Für den Checkdive sind wir in einer 6 er Gruppe eingeteilt. Ausgiebig bespricht Sascha anhand einer Karte unseren Tauchgang und das Überprüfen von Wechselatmung und Maske ausblasen. Wir gehen zusammen Richtung Pool und nehmen den rechten Einstieg (Sprungplateau). Einer nach dem Anderen landet im Wasser und wir tauchen gemeinsam ab. Erledigen auf 5 m unsere Übungen und starten unsere Runde um den Lavafinger. Abstrakte Felsformationen, fantastische Weitsicht und Barrakudas begleiten uns. Vor der legendären Esmeralda (einer 28-jahrigen Muräne) geht es leicht gegen Strömung, aber danach empfangen uns einträchtig Zackenbarsch mit Trompetenfisch in einem Überhang ! Es geht bis auf 22 m zum Fenster, vorbei an Sandaalen und Muränen. Herrlich !! Nach 45 min sind wir wieder am Ausstieg und erklimmen die Leiter. Da es so schön war, machen wir an diesem Tag noch zwei Tauchgänge und gehen dann hungrig und müde zum Abendessen. Wieder ein Sonnenuntergang zum Abschluss.

Tochter Miriam begibt sich in die Hände von Manfred und beginnt heute ihren Tauchkurs mit einem Schnuppertauchgang im Pool und der Bucht. Alles klappt hervorragend und sie kommt mit einem begeisterten Grinsen aus dem Wasser .Und was sie alles gesehen hat sprudelt nur so aus ihr heraus : Fische die ganz bunt sind, Muscheln und natürlich die Sepias .

So soll es sein !

Wir machen uns unterdessen auf zur Höhle „ Ponda da Olivieira“. Die Robbe ist nicht zu Hause, aber dafür sitzen Atlantikhummer in den Spalten. Leider hat die Strömung sich geändert und wir müssen stark gegen sie angehen. Schaffen es noch mit genügend Luft im TG und können am Schluss wieder einmal die Sepias beobachten.

Nach noch einem Tauchgang und einem Imbiss in der Bar, machen wir uns auf zum Tauchplatz „Arena“. Es soll unser Lieblingstauchplatz werden. Der Einstieg ist etwas abseits über eine Holzbrücke zu erreichen und ist auch eine Leiter, die man runter steigt und von der man sich dann in flaches Wasser gleiten lässt. Die UW-Landschaft gleicht einem Haufen riesiger Murmeln, die bis auf ca. 15 m liegen, dann kommt Sand. Wir folgen der Küste nach Norden, bis sich die Landschaft ändert. Kurz vor der Arena kommt ein Drückerfisch auf uns zu. Er versucht, in Schlauch, Maske und Blitzlicht zu beißen, was uns gar nicht gefällt und wir ihn rabiat mit Gegenattacken vertreiben. Hier besser nicht mehr vorbei, sondern es mal auf 12 m versuchen. Wir finden den Tunnel der von „Kaskaden“ überthront wird. Er ist schön und einfach zu betauchen und oft stehen Schwärme darin. Rückweg über Lavafinger und Sepiafamilie.

Es ist Herbst uns so schlägt das Wetter schnell mal um, von Sonnenschein zu einem heftigen Gewitter mit Sturm, die Straßen und die Basis stehen unter Wasser. Schlammmassen finden ihren Weg ins Meer. Am Tag danach kann wieder normal getaucht werden, die Sicht ist schlechter als zuvor, aber für Deutschland-Seen- Taucher noch hervorragend. Wir fahren mit dem Alutauchboot raus zum „Cup Garajau“ und den zahmen Zackenbarschen. Kaum sind wir einige Minuten getaucht, steht plötzlich einer vor uns. Alle Fotoapparate werden auf ihn gerichtet, und es gefällt ihm offensichtlich gut. Klasse Erlebnis ! Beim Bojesetzen stelle ich fest, dass ich einen blinden Passagier dabei hatte, denn eine kleine Eidechse schwimmt kopfüber an mir vorbei.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Unsere Tochter schließt ihren Tauchschein mit Erfolg ab. Ihr erster Tauchgang mit Eltern klappt gut, solange die Mutter sich zurückhält und nur die Nachhut spielt.

Nach 16 Tauchgängen und gefühlten 3 kg mehr Biopreen verlassen wir nach 10 Tagen die Insel.

Und wissen, dass wir nächstes Jahr wiederkommen!

Euer durchweichtes Logbuch (Sonja)

2002 im Hallenbad