Bali [11.12. bis 25.12.08]

Ich hatte mich im Herbst 2008 recht kurzfristig dazu entschlossen dem grauen Winter in Deutschland zu entfliehen und noch mal etwas Sonne zu tanken. Von den möglichen Zielen entschied Ich mich dann trotz beginnender Regenzeit für Bali.

Am 10.12. ging es dann über Singapur nach Indonesien. Vom Flughafen in Denpasar führte mich mein erster Weg ins etwas „kühlere“ Ubud. Die Ersten fünf Tage waren für eine Inseltour verplant die mich von Ubud aus über Candi Dasa, Besakih, Lovina und Tanah Lot wieder nach Candi Dasa führte.

Lars @ Bali

Lars@Bali

 

Nach einer anstrengenden Mischung aus beeindruckenden Landschaften, „Tempelflitzen“ und Butterfahrt war´s dann endlich an der Zeit den gemütlichen Teil einzuläuten.

Das Candi Beach Cottage hatte zwar als „Taucherhotel“ keine eigene Basis, dafür konnte man sich aber an eine der ansässigen Basen vermitteln lassen (Downtown gab es ca. ein halbes Dutzend), was mich dann zu den Shangrila Scuba Divers brachte (http://www.divingatbalishangrila.com/diving-bali.htm).

Betaucht wird überwiegend der Osten Balis vor Candi Dasa. Es werden aber auch Tagestouren bis nach Tulamben (Liberty/Wall) und zur Nusa Penida angeboten. Die Gruppen sind angenehm klein und Die Touren waren gut organisiert. Wegen der stellenweise sehr starken Strömungen (Downcurrents) sind einige Tauchplätze (besonders vor Nusa Penida) eher was für sehr erfahrene oder lebensmüde Taucher. Bei stelenweise bis zu 7 Knoten is man halt schnell mal Richtung Borneo oder Australien unterwegs. ;-}

Von Bali aus werden auch Tauchtrips nach Lombok und Komodo angeboten.

 


 

TG 1&2 „Liberty“: Transport nach Tulamben, Regen…ein Strand Cafe dient als Ausgangsbasis für die Tauchgänge.

 

Über grobes Lavageröll geht es ins Wasser. Das Geröll ging Unterwasser nach wenigen Metern in feinen schwarzen Sand über und kurze Zeit später schälte sich die Unterseite des Rumpfes aus der trüben Brühe…Schönbach an ´nem guten Tag, nur eben wärmer ist da ein passender Vergleich.

Die TG´s führten stets nach rechts entlang des Rumpfes zum Ruder und dann über die tiefer gelegenen Aufbauten zum Bug.

 tvt_ta10Tulamben

 

Das Wrack liegt auf der Seite und ist stark mit Korallen bewachsen, Aufbauten teilweise nicht mehr erkennbar. Der Bug ist am stärksten beschädigt. Große Schwärme um und über dem Wrack und viel Kleinzeugs darauf (Garnelen, Schnecken, Rotnasenbüschelbarsch, Geisterfetzenfisch…).Besonders die Schnecken und Critter auf dem schwarzen Sand rund um das Wrack schreien Förmlich „HALLO! Hier bin Ich!“

Zum Tauchplatz: Das Wrack liegt bis zu 30m tief.

Strömung: variieren sehr stark (hatte selbst keine oder nur geringe Strömung, drei Tage vorher soll es da ziemlich gezogen haben)

Sichtweiten: schwanken deutlich (der feine Sand wird sehr leicht durch Taucher und Brandung aufgewirbelt)

    tvt_ta11

Die „Liberty“ wird direkt vom Strand betaucht


 

 TG 3 Gili Mimpang „Shark Point“ &4 Gili Tepekong „Secret Garden“:

Die erste Ausfahrt ging mit schmalen Auslegerbooten Gili Mimpang. Ausrüstung im Wasser anlegen. Abtauchen an der Ankerboje. Sicht 10-15m. Heller Sandgrund. Außer den „üblichen Verdächtigen“ waren hier sehr viele Schnecken unterwegs (besonders eine knatschgelbe Spezies saß hier fast in jeder zweiten Koralle und Gelege einer „Spanish Dancer“). An der südlichen Wand waren leider keine Haie unterwegs   :-[

Zum Tauchplatz: zwischen den Felsen ca. 7m tief flach abfallend auf 30m, im Südlichen Teil fällt die Felsformation steil auf >50m

Strömung: variieren sehr stark (beim ersten Mimpang-TG mäßige Strömung, drei Tage später wurde es etwas „interessanter“)

Sichtweiten: gut (schwanken jahreszeitlich)

Besonderheiten: zwischen Ende August und Ende Oktober kommen Mola Molas nach Mimpang, an der Steilwand sind regelmäßig Weißspitzenriffhaie zu sehen

 

 tvt_ta12Im Vordergrund die drei größeren Felsen von Gili Mimpang,
im Hintergrund Gili Tepekong

 Nach der Oberflächenpause in der Basis ging´s dann per Boot nach Gili Tepekong. Wir betauchten den nördlichen Teil und bei schwacher Strömung und guter Sicht war es ein toller TG. Der Bringer waren hier die vier kleinen Weißspitzenriffhaie (Tepekong gilt eher als Kinderstube für Whitetips, während man vor Mimpang eher Mom&Dad Whitetip vor die Maske bekommt).

Auf der Rückfahrt gab es als Bonus noch eine größere Gruppe Delfine zu sehen.

Zum Tauchplatz: Der Norden und Nordosten sind eine langsam abfallende sandige Ebene mit bewachsenen Felsen und Korallenfeldern.

Strömung: variieren sehr stark (besonders der Süden und der „Canyon“ sind berüchtigt)

Sichtweiten: gut (schwanken jahreszeitlich)

Besonderheiten: in Höhlen und unter Tischkorallen verstecken sich junge Weißspitzenriffhaie

 


 

TG 5 Padang Bai &6 „Blue Lagoon“:

Nach längerem Ausritt durch die aufgewühlte See ankerten wir in der Bucht von Padang Bai. Der „Spaziergang“ führte aus der Bucht hinaus und entlang der Wand Tajung Sari herum. Netter TG aber nicht sonderlich spektakulär.

 

Zum Tauchplatz: In der Bucht beträgt die Wassertiefe über dem hellen Sandgrund nur um die 3-4m, erst nach Umrundung der Landzunge im Osten wird es tiefer und die Zahl der Korallen nimmt zu.

Strömung: mäßig (auf dem Rückweg war es etwas nervig). Die Bucht war geschützter, deshalb keine Strömung

Sichtweiten: gut

Nach einstündiger Oberflächenpause in dem kleinen „Kanu“ mit Blick auf die Raffinerie und Dauerregen war der Sprung ins warme Wasser eine Erleichterung.

Die Sicht in der „Blue Lagoon“ war nicht so prickelnd, weswegen das kleine „Wrack“ nicht komplett zu überblicken war. Highlight war noch ein schwarzer Anglerfisch der es sich in den Maschen des künstlichen „Riffs“ aufhielt.

tvt_ta13    Westlich von Candi Dasa liegt die „Blue Lagoon“…und die Raffinerie

 

Zum Tauchplatz: In der Bucht beträgt die Wassertiefe über dem hellen Sandgrund zwar nur um die 5-10m, fällt aber ab der Kante schnell auf 20-30m

Strömung: mäßig

Sichtweiten: mäßig

Besonderheiten: kleiner Kutter und Drahtkonstrukte zum Aufbau eines künstlichen Riffs

 


 

TG 7 Gili Mimpang „Shark Point“ &8 Gili Tepekong „Secret Garden“:

Änhlich TG 3. Ein großer Oktopus war diesmal der Höhepunkt. Wegen stark zunehmender Strömung wurde im Strömungsschatten eines Hügels auf der Ostseite ausgetaucht. Dort sammelte sich aber leider auch eine Menge Plastikmüll, so das wir durch Wolken von Tüten und Verpackungen auftauchten…Örks!!

Beim Nachmittagstauchgang vor Gili Tepekong war die Sicht deutlich schlechter als noch Tage zuvor. Diesmal wurde der Norden in östlicher Richtung betaucht. Die Große Muräne die aus der Tiefe auf das Riff zu kam war ein guter Auftakt nach dem „Junkyard-Dive“ am Vormittag. Leider waren wir, als wir zu der Höhle kamen schon in der Auftauchphase, so das wir nicht mehr nach Haien schauen konnten (dafür saß dann ein weißer Scorpionfish direkt über dem Höhleneingang).

 


 

Schnorchel auf Bali:

-Vor Candi Dasa war das Schnorcheln nicht so zu empfehlen. Zum einen war die Strömung nur zum Tidenwechsel vertretbar, zudem wurden große Teile der Riffstruktur abgetragen und durch Betonwälle ersetzt. Die Strömung bringt viel Müll an den Strand.

-Bei Tanjung Jemeluk/Amed war ein netter Platz zum schnorcheln/tauchen. Der Einstieg dort erfolgte zwar auch, wie in Tulamben, über loses Geröll (zwischen dem auch mehrere Scorpionfisch saßen) das aber schnell auf eine kleine Sandebene mit „Gardeneels“ führt. Direkt dahinter fällt der Hang steil in die Tiefe ab. Ein stark bewachsenes Wrack reicht aber aus der Tiefe bis 3-4m unter die Wasseroberfläche und ließ sich noch recht gut erkunden (Die Tauchbasen in Amed fahren den Sopt auch an).

…und beim Schnorcheln immer schön auf die flachen Auslegerboote achten. Unser Skipper torpedierte beim Anlanden `nen Schnorchler der unbedingt am Bootsanleger seinem Hobby nachgehen musste!

Gruß Lars

2008 Unsere Tauchausbildung im Tauchverein Tümpeltaucher Bad Camberg e.V. und unserer erster Tauchurlaub

Von Julia und Kay-Christoph Grosser, Hünstetten-Beuerbach

Meine Tochter Julia ist nicht nur vom Sternzeichen her Wassermann, nein sie war auch schon als kleines Baby dem nassen Element Wasser sehr angetan. Das ist jetzt aber fast 15 Jahre her. Inzwischen hat sie ihrem Sternzeichen alle Ehre gemacht, ob im Schwimmbad, ob beim Baden oder Schnorcheln im Urlaub, oder beim Wassertemperaturtest eines Gartenteichs von Verwandten im Winter mit den Füßen. Da sie vor einigen Jahren auch damit begann, sich für die Fauna der Meere und der Tiefsee zu interessieren, war schnell die Idee geboren, ihr einen Tauchkurs zu ihrem 15. Geburtstag im Februar 2008 zu schenken.

tvt_ta1Da der Papa (also ich) auch eine Wasserratte ist und im Urlaub gerne und viel schnorchelt, hatten wir beschlossen zusammen den Tauchschein zu machen. Man soll ja auch nie alleine tauchen. Um unsere Tauchtauglichkeit mit Geräten zu testen, buchten wir zuerst ein Schnuppertauchen in Wiesbaden mit den Leuten von Funderwater aus Idstein. Dieses machte uns viel Spaß und wir starteten dann im März 2008 unsere Tauchausbildung bei den Tümpeltauchern. Wer das Bad Camberger Hallenbad im Kurhaus kennt, der weiß schnell, woher der Name Tümpeltaucher kommt – keine Sorge das Wasser ist absolut sauber, klar und warm, aber das Becken gehört halt nicht zu den größten Schwimmbecken in Hessen.

Die ersten 2 ½ Monate wurde erst einmal ohne Geräte nur mit der ABC-Ausrüstung (Brille, Schnorchel, Flossen) geübt und trainiert. Dieses diente tvt_ta2zum Erlernen von grundlegenden Sachen, wie aus der Taucherbrille unter Wasser das Wasser auszublasen und dem Üben des Schwimmens mit Flossen mit dazugehörigen Orientierungs- und Konditionsübungen. Wichtig ist natürlich auch die Theorie beim Tauchen. Hier spielt die Medizin und die Physik eine sehr große Rolle, denn als Taucher muss man sehr gut darüber Bescheid wissen, wie sich Luft unter Wasser in seinem Körper verhält und mit welchen physikalischen Gesetzen man es zu tun hat. Insgesamt waren wir vier Tauch-Azubis. Bernhard hat uns bei sich zu Hause bei sehr guter Verpflegung die physikalischen Gesetze nähr gebracht. Anschließend hat Jan die Tauchmedizin übernommen und uns über die verschiedenen Risiken und Traumen des Tauchens aufgeklärt, welche bei Nichtbeachtung grundlegender Regeln einen Tauchgang zu einem Alptraum werden lassen können.

Ende Mai / Anfang Juni 2008 ging es dann los. Die ersten Schulungs-tauchgänge mit Geräten im Sprungbecken des Camberger Freibades. Julia und ich waren doch ein bisschen aufgeregt vor dem ersten Gerätetauch-gang, aber es klappe alles prima. Dank Andreas waren uns die Geräte und deren Funktion sehr gut bekannt, das 3. Fach der theoretischen Tauchausbildung heißt nämlich Gerätekunde.

Nach ein paar Wochen Training im Sprungbecken und bestandener theoretischer „Prüfung“, standen dann die ersten Prüfungstauch-gänge im Diezer Baggersee an. Unser Tauchlehrer Jan bemühte sich für diese Tauchgänge einen Tag mit besonders schöner Algenblüte im Baggersee zu finden, um uns diese herrliche Fauna des Sees näher zu bringen. Dieses gelang ihm vorzüglich. Ein bisschen bedauerte er es jedoch, dass er seine Unterwasserkamera zu Hause vergessen hatte. Ich habe im Internet ein repräsentatives Bild für unsere ersten zwei Tauchgänge im Baggersee finden können, welches die Sichtverhältnisse veranschaulicht. Unter-wasser wurden dann die Übungen aus dem Freibad wiederholt, z.B. Taucherbrille ausblasen und gemeinsames Atmen aus einem Gerät.

Zwei bis drei Wochen später fanden die letzten drei Prüfungstauchgänge im Baggersee statt, dieses mal war die Sicht mit ca. 5 Metern ganz OK und wir konnten uns im See den versunkenen VW-Käfer oder „The Hanging Man“ genauer betrachten. Nun war es geschafft und wir hatten den Tauchschein Bronze (First Prevet) in der Tasche.

Unser Herbsturlaub auf Malta war schon längere Zeit geplant, und so konnten wir schon kurz nach der Prüfung die ersten Meertauchgänge absolvieren. Wir wohnten im Hotel Seabank bei Mellieha. Dort am Strand gibt es die kleine private Tauchschule Mel Dives, wo man verschiedene Tauchgänge von der Küste aus oder mit dem Boot buchen kann. Zusammen mit einem Tauchlehrer dieser Tauchschule machten wir drei sehr schöne Tauchgänge an der Küste Maltas.

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Der erste und dritte Tauchgang fand an der Westküste Maltas bei Cirkewwa statt. Das ist dort, wo die Fähren nach Gozo hinüber fahren. Hier gibt es ein großes Riff, welches verschiedene abwechslungsreiche Tauchstellen bietet. Beim dritten Tauchgang tauchten wir hier sogar durch einen ca. 6 Meter langen Tunnel hindurch und in ca. 12 Meter Tiefe konnte man unter einen Felsbogen (Arch) hindurch in einen Felsenkessel tauchen. In diesem stiegen wir auf ca. 7 Meter auf und tauchten inmitten einer Seegraswiese auf, wo zahlreiche Barrakudas auf Jagd waren.

 

tvt_ta5Der zweite Tauchgang fand an der Südwestküste in der Anchor Bay in der Nähe des Popey Village statt. Bei diesem Tauchgang waren wir zu viert, es war noch ein erfahrener Taucher aus England dabei und es ging in eine Unterwasserhöhle. Die starke Unterwasserlampe des Tauchlehrers und des Engländers beruhigten unsere Nerven. Der Eingang der Höhle war unter wasser gelegen, aber man konnte in der Höhle auftauchen und atmen. Hier gab es einige Tiere zu sehen, die man im offnen Meer nicht zu Gesicht bekommt. Bei den Prüftauchgängen im Baggersee waren wir schon durch eine Betonröhre in ca. 8m Tiefe getaucht, aber als wir in der Höhle waren, war uns doch ein bisschen mulmig.

 

tvt_ta6Durch unsere Tauchausbildung und den ersten Tauchurlaub haben wir eine ganz neue interessante „Welt“ entdeckt. Jedem der Interesse hat, das Tauchen zu erlernen, können wir diese Ausbildung sehr empfehlen. Man ist bei den Tümpeltauchern nicht nur sehr gut in netter Runde aufgehoben, sondern man bekommt auch eine qualitativ sehr gute Tauchausbildung.

Gruß Julia und Kay-Christoph Grosser

Sardinien im Mai 2006

Warum eigentlich Sardinien?

Zum einen natürlich weil es nahe liegt, im Mittelmeer und natürlich – weil es dort betauchbare Höhle gibt.

Zum anderen wegen meiner großen Klappe. Im Winter 2003 / 2004 lernte ich Toddy in Mexiko kennen und versprach ihm: “Klar komme ich mal vorbei wenn Du dich auf Sardinien selbstständig gemacht hast.” Und so waren wir dann im Mai tatsächlich auf Sardinien. Wer ist wir? Meine Lebensgefährtin Ute und ich. Für mich war klar, dass ich auf Sardinien in die Höhlen gehe, Ute dagegen hatte einige Bedenken, dass sie als Anfänger in einer Tech-Tauch-Basis falsch aufgehoben ist.

Nach einer herrlichen Autofahrt von Olbia entlang der Küste nach Cala Gonone kamen wir dann auch im Hotel und der dort untergebrachten ProTechSardinia Tauchbasis an. Der Empfang war herzlich und schon das Einräumen des “Gerödels” zeigte, dass sich die Jungs dort echt was bei der Einrichtung gedacht hatten. Zwar waren wir zu Beginn der Saison noch die einzigen Gäste und hatten auch schon ein schlechtes Gewissen, weil wir soviel Arbeit für zwei Leutchen gemacht haben, aber das Team hat uns immer das Gefühl vermittelt, daß sie mit uns zum Spaß tauchen gehen. Überhaupt war Spaß neben gut geplanten und durchgeführten Tauchgängen das, was wir am meisten mit dem Team aus Toddy, Patrick und dem “Team Holland”, Martijn, hatten. Martijn war auch derjenige, der sich super um Ute kümmerte, wenn ich mich mit Toddy in den Höhlen rumtrieb. Nicht nur, dass er mit ihr schöne Tauchgänge im Freiwasser machte, auch den Grottenbereich der Höhlen ließen die beiden nicht aus. Und nachdem die geplanten Wracktauchgänge schon anspruchsvoller waren, als es für einen Anfänger mit nicht mal 30 Tauchgängen zu empfehlen ist, trainierten die zwei auch noch Tauchgänge bis 30m, Tarieren und die notwendigen Sicherheitsstops. Alles so erfolgreich, dass wir am letzten Tag gleich 2 super Wracktauchgänge auf je 30m durchführen konnten. Und ich durfte staunen, wie gut jemand mit nur 30 Tauchgängen tarrieren kann.

Die Höhlen Sardiniens brauchen sich nicht zu verstecken. Auch wenn sie dies gerne tun. Vom Meer aus zu erreichen, liegen die meisten Eingänge unter Wasser und man darf sich nicht wundern, wenn man ein Loch in der Küste entdeckt hinter dem eine Höhle steckt, von der bisher noch niemand etwas wusste. Oder wenn die Guides behaupten, es gehe in der Höhle nicht weiter als die Mainline liegt, und es dann doch weitergeht. Generell ist die Küste des Golfo di Orosei eine Oase für die, die gerne Expedition betreiben und nicht alles auf dem Teller serviert bekommen wollen.

Was Dekoration und Formen anbelangt, wird alles geboten was das Herz begehrt. Räume, groß wie ein U-Bahn System in dunklem Braun schlucken so ziemlich alles an Licht was HID liefern kann. Auf der anderen Seite finden sich Gänge in hellem Weiß, bei denen Toddy schonmal schieben darf damit die Doppel-12er samt Taucher auch durchpassen. Beim Anblick der Knochen und Kiefer verirrter Sattelrobben wird einem auch immer wieder bewusst, wie aufmerksam man diese Art des Tauchens betreiben sollte.

Sardinien mit dem Golfo di Orosei braucht sich hinter Mexiko als Mekka der Höhlentaucher nicht zu verstecken. Auch wenn es in Mexiko mehr verleinte Kilometer gibt und die Cenotes immer wieder Juwelen im Dschungel darstellen, Sardinien bietet sicher genauso viele Systeme und Meter wie Yucatan, man muss sie nur finden.

Und das ist für mich schon Grund genug irgendwann wieder hinzufahren. LLL Gregor
Der rostige Doppelachter

Urlaub auf Gozo vom [23.04. bis 06.05.2005]

Ende April sind wir dem schlechten Deutschlandwetter entflohen, um auf Gozo, einer zu Malta gehörenden Insel, einen Familien-/Tauchurlaub zu verbringen. Über das Internet hatten wir Kontakt zum Nautic Team Gozo in Marsalforn aufgenommen, da diese Tauchbasis nach unseren Recherchen auch Kinderbetreuung während der Tauchgänge anbietet. Auf unsere Anfrage hin entstand einer netter Email-Verkehr, bis endlich geeignete Unterkünfte und die Flüge gebucht waren und wir mit gemischten Gefühlen (Kinder und Fliegen etc.) am Samstag Nachmittag starteten. Die Tauchbasis hatte zuverlässige Unternehmen mit dem Transfer vom Flughafen zur Fähre nach Gozo und von der Fähre zu unserer Unterkunft in Marsalforn beauftragt. Mitten in der Nacht kamen wir dort in unserem Apartment an. Heike, die “Chefin” der Tauchbasis, hatte schon Verpflegung besorgt, damit wir über das Wochenende auch nicht verhungern. Den Sonntag verbrachten wir mit Spaziergängen, ersten Besuchen zu der sonntags geschlossenen Tauchbasis, bevor wir uns abends mit abreisenden Tauchern und den beiden Besitzern Heike und Thomas zum Essen getroffen haben. Am nächsten Tag ging es dann nach Prüfung der Unterlagen und Auspacken der Tauchutensilien los. Getaucht wurde meistens von Land aus, da die meisten Tauchplätze so am schnellsten und besten zu erreichen waren. Durch die Anfahrten haben wir nahezu die gesamte Insel kennen gelernt, die sich zu dieser Jahreszeit schön grün und mit angenehmen, meistens noch nicht zu heißen Temperaturen, präsentierte. Drei Tauchgänge machten wir vom Boot aus, das während unserer Anwesenheit aus dem Winterschlaf geweckt wurde. So lernten wir u.a. auch einen Tauchplatz bei Malta (Wrack der Rozi) und die kleine Insel Comino kennen. Bekannt – siehe auch Bericht in der Tauchen 4/05 – ist die Insel in taucherischer Hinsicht insbesondere wegen ihrer Sichtweiten, Farbspielen, ihren Höhlen und Grotten. Die Unterwasserwelt war auch wirklich mehr als beeindruckend und abwechslungsreich. Neben teilweise riesigen Höhlen sahen wir bei guten Sichtweiten, die im Sommer/Herbst allerdings noch besser sein sollen, Massen von Fischen, Oktopusse, viele Barakuduas (einmal mehr als hundert Tiere mit einigen Großexemplaren), Seepferdchen, tw. große Zackenbarsche, Conger, Krebstiere wie Bärenkrebse oder Langusten, Drachenköpfe, kleine Muränen und Sepia. Die Kinder wurden während unserer Unterwasserausflüge bestens von Antje betreut, die Ausflüge zum Strand, zu Höhlen etc. veranstaltete, uns zu den Tauchplätzen begleitete und dort Ausflüge unternahm oder mit Silke und Miriam spielte. Ihr anwesender Freund Tschoo, ein Berufstaucher, erzählte Silke oft stundenlange Geschichten, was ihr natürlich sehr gefallen hat. Da die Tauchbasis auch über eine Nitroxfüllanlage verfügt, machten wir eine entsprechende Ausbildung und tauchten fast ausschließlich mit Nitrox. Sonja machte ihre ersten Unterwasserfotos und wurde ausführlich von der Unterwasserfotografin Heike (deren Bilder sind auf der Internetseite www.nauticteam.com zu bewundern, die die Unterwasserwelt von Gozo zeigen) eingewiesen. Auch andere Seminare und Ausbildungen (z.B. Meeresbiologie o.ä.) können in der Tauchbasis absolviert werden. Tauchgänge auf Gozo werden ausnahmslos von einem Tauchguide geführt. Für uns war fast ausschließlich Oli zuständig, ein Deutscher, der seit Jahren auf Gozo lebt und durch den wir auf den Fahrten zu den Tauchplätzen auch viel über Land und Leute erfuhren. Die Pausen zwischen den Tauchgängen verbrachten wir mit den Kindern am Strand, häufig beim Essen der maltesischen Spezialität Pastizzi (gefüllte Blätterteigtaschen). Wir hatten bis auf den Abflugtag nur schönes Wetter, die Wassertemperatur betrug 17 Grad (gefroren hat selbst Frank im Naßtauchanzug und Tauchgängen von bis zu einer Stunde Dauer nie). Äußerst ungern flogen wir am Freitag zurück, verbunden mit dem Vorsatz, das unserer Besuch auf dieser Insel nicht der letzte gewesen war, zumal es auch viele Sehenswürdigkeiten über Wasser zu entdecken gilt (Tempelanlagen, Bauwerke aus verschiedenen Epochen, Naturdenkmäler etc.). Auch für eine Vereinsfahrt würde sich dieses schnell erreichbare Ziel im Mittelmehr anbieten.Allerdings würden wir in jedem Fall immer wieder im Frühjahr fahren, da dann noch kaum Betrieb herrscht und das Wetter angenehmer ist (im Hochsommer über 40 Grad).

Sonja und Frank

Höhlentauchen in Mexico [25.12.03 bis 03.01.04]

Nachdem ich an dieser Stelle schon des Öfteren meine Reisetagebücher veröffentlicht habe will ich dieses mal einfach mal die Logbucheinträge preisgeben. Sie sind nur ganz leicht verändert um Stichworte in ganze Sätze zu packen. Auch für diejenigen unter uns die nicht immer so genau wissen was sie denn da so alles noch reinschrieben sollen. Da mein Word-Korrekturprogramm so einige Begriffe nicht kennt gehe ich einfach mal davon aus das auch Euch einige Begriffe fremd sind. Deshalb hier schon mal die Erklärungen:

CaveDive (CD): Höhlentauchgang - Kein direkter Zugang zur Wasseroberfläche oder Sichtverbindung zum Tageslicht.

Cenote
: Loch im mexikanischen Boden das den Zugang zu den unterirdischen Flussläufen ermöglicht. Teilweise groß wie Schönbach,
teilweise klein wie ein Gartenteich.

MainLine: Fest verlegte Leine die zur Orientierung in den Höhlen dient.
Goldene Regel: Es besteht immer eine durchgehende Leinenverbindung bis zum OpenWater-Bereich

Jump: Wechsel von einer MainLine zu einer anderen. Hier wird eine eigene Leine verlegt um diesen Jump zu markieren.

Gap: Überbrückung des Abstandes vom Ende der einen zum Anfang der nächsten Mainline.

T: Hier ist eine Leine direkt an irgendeiner Stelle einer anderen Leine befestigt.

Restriction: Sobald 2 Taucher nicht mehr nebeneinander tauchen können spricht man in der Höhle von einer Restriction. Kratzspuren am Anzug und den
Tanks sind hier nicht unüblich. An Fingern und Sonstigem natürlich auch !

Silt / Sediment: Feiner Bodenbelag der bei falschem Flossenschlag aufgewirbelt wird und die Sicht innerhalb von Sekunden auf Null
verschlechtert.

Halocline: Trennlinie zwischen Salz- und Süßwasser. An ihr spiegelt und verteilt sich das Licht der Tauchlampen. Beim Durchtauchen entsteht eine Mischung die die Sicht auf den Unterschied zwischen Hell und Dunkel reduziert.

Stage- Dive/ Flasche: Zusätzliche Flasche die seitlich an D-Ringen befestigt wird und entweder während des gesamten Tauchganges mitgenommen wird oder für den Rückweg an einer Stelle deponiert wird.

Toddy: Badischer Höhlen Dive Guide.

Tie Off: Befestigungspunkt der Leine damit sie immer schön straff gespannt ist.

CD Nr. 24
Ort Actun Ha
Max Tiefe 17,2 m
Tauchgangsdauer 62 min

Erster CaveDive nach fast 2,5 Jahren. Dafür war’s ok. Die Kabelführung der Lampe kann noch ein wenig verbessert werden. Die Cenote “Lukes Hope” hatte ich kleiner in Erinnerung. Der Jump zum “Room of Tears” ist an einem “Tie Off” ca. 2 Minuten hinter Lukes Hope zu erkennen. (Dort geht’s dann links runter in eine enge Röhre.) Wir sind der Mainline entlang bis in die Restriction gekommen an der Wilhelm und ich damals auch schon waren. Diesmal aber bis mittenrein und dann wegen eines kleinen Missverständnisses mittendrin umgekehrt.

CD Nr. 25
Ort Escondito B-Leine
Max Tiefe 20,7 m
Tauchgangsdauer 72 min (12 min Deko)

20 Meter links vom Einsprungspunkt geht’s an einem abgesoffenen Baumstamm durch eine Restriction. Ab dann kommen weite Hallen auf den ersten 20 Minuten. Gefüllt mit interessanten Gebilden durch zerfressenen Kaskstein, braunen Silt und Oxydeinschlüssen in den Stalagmiten und -titen. Das letzte Drittel vor dem Jump zur A-Leine ist etwas schmaler, aber nicht eng. Die Halocline ist überall gegenwärtig. Die Durchschnittstiefe liegt bei 14,3 Meter und daher verwundert die Deko nicht. Allerdings liegt der Übergang zum Freiwasserbereich bei exakt 3,0m und von daher lagen wir direkt vorm Ausgang fest. Haben Tic-Tac-Toe auf der Schreibtafel gespielt.

CD Nr. 26
Ort Sac Actun
Max Tiefe 15,4 m
Tauchgangsdauer 85 min

Linksrum bis zur Cenote Ho Tul. Danach der Gap bis zur nächsten Leine und weiter bis zur Cenote ohne Namen und nach ca. 35 Minuten ein Jump in Richtung Carernas Delos Comillos. An der 2ten Leine kommt nach der Cenote ein “Sand” Hügel. Die Stelle ist recht flach und die Leine liegt teilweise im Kalksediment. Überall hat’s schöne Formationen mit vielen eingeschnittenen Terrassen und Balkonen.

CD Nr. 27
Ort Sac Actun
Max Tiefe 12,2 m
Tauchgangsdauer 70 min

Auf dem gesamten Hinweg eine spürbare Strömung und kurz nach der Begegnung mit dem anderen Tauchertrupp auch relativ viel Silt. Lag wohl daran das die Jungs hier ihre Stageflaschen deponiert hatten. Rückweg ging dann mit der Strömung und nach dem Aufnehmen der letzten Jump-Leine war’s etwas trübe. Hinweg: Bei den ersten Doppelpfeilen kommt der Jump nach rechts ab. Zwischen den Säulen hindurch geht’s zur zweiten Leine. Weitere 10 Minuten später geht’s dann in einem zweiten Jump rechts in eine große Röhre – nicht zu eng.

CD Nr. 28
Ort Christal
Max Tiefe 20,6 m
Tauchgangsdauer 70 min (10 min Deko)

Der Eingang ist schwarz wie die Nacht. Nach dem Baumstamm geradeaus über den Hügel und hinterm Schild dann leicht rechts. Dann alle 5 Minuten ein Jump nach links und nach dem dritten kommt dann eine Röhre. Ist das geilste an diesem Tauchgang. Weiße, vom Salzwasser zerfressene Wände mit braunem Silt farblich abgestimmt. Teilweise Formationen die aussehen wie poliertes Holz. Näher betrachtet aber eher wie Sandrosen und sich auch so anfühlen.

CD Nr. 29
Ort Calavera
Max Tiefe 18 m
Tauchgangsdauer 73 min

Immer wieder schön The Fang und die Halle wirken immer wieder gigantisch. Bis dorthin weite Gänge in weißem Kalkstein. Hinter “The Hall of Giants” geht’s dann etwas enger zu. Am Umkehrpunkt schneeweiße Deckendekoration die aber allein durch die Ausatemluft “abmehlt” und die Sicht stark eintrübt. Auch die Halocline sorgt immer wieder für schlechte Sicht.

CD Nr. 30
Ort Vacaha (Don Camilo's Gartenteich)
Max Tiefe 21,1 m
Tauchgangsdauer 57 min

Entlang der Mainline durch’s Schlüsselloch. Danach kommen schmale, hohe Gänge mit dunklen Dekorationen. Am Eingang überwältigt jedes Mal die schiere Größe der Halle, Gänge und Dekorationen. Sind bis zum T gekommen an dem irgendein Witzbold eine weiße Plastikmaus angebunden hat. Die Schildkröte im Einstieg (ein ehemalige Viehtränke) scheint gewachsen zu sein und ist außerdem total bemoost.


CD Nr. 31

Ort Nahoch Nah Chich
Max Tiefe 8,7 m
Tauchgangsdauer 149 min

Die Mainline beginnt bereits im Tagelichtbereich, von dort aus geht’s dann durch riesige Hallen mit riesigen Dekorationen. Teilweise 3 Meter hohe zylindrische Säulen von der Decke bis zum Boden. Kaskaden und gefrorene Wasserfälle – alles Tropfstein. Der gesamte Tauchgang ist im Flachen. Sind nach 40 bar umgekehrt und angeblich “etwas zu schnell” zurück. Nach weiteren 20 bar kam dann die Cenote “Heavens Gate”. Kleines Loch in der Decke durch das genau in dem Moment die Sonne fiel. Sah aus als ob Toddy überholt hätte. Dort dann eine Recalculation für den nächsten Teil. Zurück zur Mainline und Jump zur nächsten Leine. Ab dort war’s dann etwas enger. Gleich zu Beginn geht’s durch eine “Wand” aus Stalagmiten -titen die ausschaut wie ein Zellengitter und gerade ist wie mit der Schnur gezogen. Dahinter dann wieder Unmengen von Dekorationen. Alles in weiß mit einer braunen, zähen Sedimentschicht. Reizvoll waren im Grottenbereich dann auch die Beinstalagtiten. Immer paarweise und in strampelnder Bewegung. 🙂

CD Nr. 32
Ort Abejas
Max Tiefe 11,9 m
Tauchgangsdauer 72 min
In Gedenken an Michael

Und wieder das gleiche Gefühl durch eine Dinosaurier zu tauchen. Die Steine / Deko’s sind vom gleichen Material wie in Christal und ebenso das Sediment. Der Schliff wirkt aber erheblich runder. Wirkt dadurch wie riesige Knochen. Sehr schöne Restrictions und überall Halocline. Dadurch ist hin und wieder Leinenkontakt angebracht. Waren ca. 25 Minuten bis zum T unterwegs und danach noch mal durch eine aufsteigende Restriction.

CD Nr. 33
Ort Tortuga
Max Tiefe 25,7 m
Tauchgangsdauer 73 min (23 min Deko - Wollte Level P1 des Vyper teste - P0 reicht)

Die Mainline beginnt direkt im Einstieg und führt durch eine Engstelle in eine riesige, fast schwarze Halle. 10W HID zeigt hier kaum eine Wirkung. Danach geht’s am ersten T hart nach links unten ins Salzwasser. Ab dort kommen wunderschöne Gänge. Röhrenartig mit unterschiedlichsten Durchmessern. Am zweiten T rechts ab. Danach eine große Halle mit rechterseits schönen Deko’s in braun. Anschließend wieder weiße Gänge in U-Bahngröße. Super Dive – außer das die Fische im Ausstieg mich während der Deko wohl für Futter hielten.

CD Nr. 34
Ort Christal
Max Tiefe 20,8 m
Tauchgangsdauer 101 min (23min Deko - Vyper stand wieder auf P0)

22 Minuten über drei Jumps, jeweils links rum, bis zum Ablegen der Stageflasche bei 135 bar. Nach 35 Minuten das T erreicht und dort noch mal nach links abgebogen. Nach insgesamt 40 Minuten und einem Druck von 165 bar im Doppeltank umgekehrt und nach weiteren 18 Minuten die Stageflasche wieder aufgenommen und nach insgesamt 74 Minuten die Deko gestartet. Trotz schöner Formationen und Tunnel war der Kopf mehr mit der Tauchgangstechnik beschäftigt. Macht nix, war eigentlich der gleiche CD wie Nr. 28, nur weiter rein.

CD Nr. 35
Ort Traverse von Escondito (A-Leine) zu Christal
Max Tiefe 20,7 m
Tauchgangsdauer 99 min (18 min Deko)

Einstieg in Escondito direkt rechts der Treppe. Danach kommen große Hallen mit wenigen, dunklen Deko’s. Dafür immer wieder Halocline und kurz vor dem T (das von CD Nr. 34) einiges an auf-und-ab. Bei 140 bar, 17 Minuten, von Stage- auf Doppeltank gewechselt. Nach 42 Minuten war das T erreicht und noch 160 bar im Doppeltank – genug für die Traverse. Weitere 32 Minuten später kam der Tageslichtbereich von Christal in Sicht und die Deko konnte beginnen. (Und endlich mal in Ruhe pinkeln 🙂 ) Hab auch noch mal geübt mit der Stage, nur an der Schulter befestigt, in Vorhalte zu tauchen. Macht in den Röhren zwischen dem T und dem ersten / dritten Jump wirklich Sinn. Dort ist auch das schönste Stück des Tauchganges.

Der letzte Tauchgang – zum “Monster House” von Chac Mol musste leider ausfallen – Montezuma’s Rache.
Da ich genau diesen Tauchgang nun schon seit Juni 2001 plane muss ich wohl tatsächlich noch mal nach Mexiko – Schaaaaaaade :-):-):-):-):-):-):-):-):-)

Und wer mehr wissen will der schaut doch einfach mal ins InterNet

www.aktundive.com <http://www.aktundive.com>
www.clownfish.nu <
http://www.clownfish.nu>
Wer hier nach GREGOR sucht, der wird ihn auch finden.

Saludos und allzeit 3 L
Die rostige Doppelachter

1. Hallenbadtraining nach der Sommersaison

Unser 1. Hallenbadtraining war ein voller Erfolg. Zum ersten Mal reichten die
Umkleidekabinen nicht aus. Durch die riesige Teilnahme mussten wir teilweise
die Kabinen doppelt belegen.

Um 20.02 Uhr sah das Becken noch so aus.

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nach wenigen Minuten leerten sich die Kabinen und die ersten
versammelten sich am Beckenrand

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… und dann um 20.07 Uhr kochte das Wasser

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Nach einem schnellen Einschwimmen, riss es förmlich alle von den Flossen.
30 Min. lang trainierten wir alle, die beliebte TVT-Logo Übung.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, brauchten noch einige etwas Unterstützung bei
der doch recht anspruchsvollen Trainingseinheit.
Michele rechts vorne, schaffte es sogar beim Gründeln den Kopf aus dem
Wasser zu heben.
Anschließend mußten wir ihn allerdings aus dem Wasser heben und am Rand
entfalten.

Nach dem Training erfrischten wir uns dann oben im Lokal.
Hier konnten wir der doch recht ausgeprägten Dehydration entgegen
wirken.

Mike

Druckkammer in Wiesbaden 12.10.2003

Wir waren heute mit 10 Tauchern des TV Tümpeltaucher Bad Camberg,
anlässlich einer 50m Druckkammerfahrt, zu Besuch im Druckkammerzentrum Wiesbaden.
www.tiefenrauschseminare.de
Die ganze Aktion wurde sehr sicher und professionell von Peter Grunewald durchgeführt.
Einen besonderen Dank auch an Frau Dr. Brita Linzbach und an das restliche Team.
Wir kamen alle ohne Blessuren wieder hoch.

Tauchgruppe

Zuerst erhielten wir einen interessanten Überblick über die Hintergründe und Wirkungen der Stickstoffnarkose und konnten uns dann einen Eindruck über die periphere Technik der Druckkammertechnik verschaffen. Nach einer genauen Einweisung über das Verhalten in der Kammer und während der Fahrt, wollten wir dann unsere Stickstoff-Resistenz beweisen.
Und siehe da, sie war bei den meisten nicht da. Nicht selber so unmittelbar verspürend,
aber dann an Hand des kleinen schriftlichen Tests, war doch eine deutlich geistige
Koordinationsschwäche nachweisbar.
Neben den lustigen Spracheinlagen war das damit auch der größte Erkenntnisgewinn.

Es hat Spaß gemacht.

Mike

Vereinsfahrt der Tümpeltaucher nach Kroatien [20.08. bis 30.08.2003]

Wie in jedem Jahr fand auch in diesem Jahr eine Vereinsfahrt des TVT statt. Diesmal ging es nach Kroatien auf die Insel Krk. Reimund und Silvia Brendel haben diese Vereinsfahrt organisiert und sind deshalb schon am Mittwoch, den 20.08. gefahren. Mit dabei war auch noch ich (Annkatrin).

So gegen 16.00 Uhr kamen wir in Punat an, dort haben wir uns umgesehen und eingekauft. Von dort aus waren es noch ungefähr 15 – 20 Minuten nach Stara Baska. In Stara Baska angekommen, haben wir erst mal das Auto ausgepackt und die Zimmer eingeräumt. Später gingen wir zur Tauchbasis, die keine 50m von unserer Pension entfernt war. Dort haben wir uns angemeldet, sodass wir am nächsten Tag direkt los legen konnten. Donnerstagmorgen ist Reimund alleine getaucht, Silvia und ich sind an den Strand gegangen. Dort haben wir uns gesonnt und entspannt. Mittags sind wir aber dann mit getaucht und waren am Tauchplatz „Michael“. Am Abend  haben  wir  dann  schön  gegessen.  Danach sind Silvia und Reimund noch mal spazieren gegangen  und ich bin ins Bett. Am nächsten morgen gab es um 8.00 Uhr Frühstück und um 9.00 Uhr war Treffpunkt an der Tauchbasis. Um 9.30 Uhr ist das Boot abgefahren und hat „Komati“ angesteuert. Im laufe des Vormittags sind Michelle und Andreas in Stara Baska angekommen. Andreas ist  mittags mit uns gefahren. Das Boot ist um 14.30 Uhr zur „Untiefe“ abgefahren. Dort war ein toller Canyon. In der zwischen Zeit hat Michelle Jens und Mike begrüßt. Abends haben wir alle zusammen zu Abend gegessen. Danach gab es noch einen Nachttauchgang in der „Hausbucht“. Diesmal sind noch Jens und Mike mitgetaucht, aber Andreas und Michelle nicht. Bei diesem Tauchgang haben wir ein paar kleine Oktopusse gesehen. Samstagmorgen gab es schon wieder um 8.00 Uhr Frühstück. Als wir runter kamen waren Claudia und Jan Ole schon da. Um 9.00 Uhr hatten wir uns wieder an der Tauchbasis getroffen. Diesmal sind Andreas, Michelle, Jens und Mike noch mitgefahren. Am Tauchplatz „Grgur“ waren schöne Steilwände. Unser Tauchgepäck konnten wir auf dem Boot lassen, nur die Flaschen mussten wir mitnehmen. Mittags haben wir „Little Cave“ angesteuert und mit im Gepäck hatten wir Claudia und Jan Ole. Am Tauchplatz „Little Cave“ haben wir eine Hölle durchtaucht, in der man innen auftauchen konnte. Im Laufe des Nachmittags kamen dann auch noch Miriam, Dennis und Bernhardt, Anni und Wenzel, Christoph und Jürgen, Klaus, Lars, Sonja und Frank. Abends haben wir dann alle zusammen zu Abend gegessen und uns unterhalten. Am nächsten morgen gab es wie immer um 8.00 Uhr Frühstück. Ab diesen Tag an, hatten wir immer zwei Boote. Morgens ging es zum „Segelboot“, dort haben wir kleine Drachenköpfe und ein kleines Wrack auf ca. 30m gesehen. Nach der Mittagspause haben wir „Mali Plavnik“ angesteuert und diesmal sahen wir drei Türme unter Wasser. Abends haben wir wieder beisammen gesessen und uns amüsiert. Montagmorgen haben wir wieder um 8.00 Uhr gefrühstückt. Zum ersten mal haben wir  einen Tagesausflug gemacht. Morgens sind wir zum „Fischernetz bei Plavnik“  gefahren. Dort haben wir ein altes Fischernetz gesehen. Nach der Mittagspause, wir hatten Lunchpakete dabei, sind wir zur „Bomberbucht bei Plavnik“ gefahren. Von dort aus hatten wir eine wilde heimfahrt, weil der Wind wild wehte und die Wellen hoch waren. Abends waren wir geradeso mit dem Essen fertig, da fängt es schon an zu regnen. In einem bedachten und Wind geschützten Raum haben wir dann noch unseren Nachtisch gegessen. Dienstag hatten wir keinen Tagesausflug, weil abends noch ein Nachttauchgang anstand. Eine große und tolle Steilwand haben wir morgens bei „Negrit“ gesehen. Mittags waren wir bei „Privic Grotta“ und dort haben wir eine Insel durchtaucht. Große Steilwände waren dort auch zu sehen. „Privic Grotta“ ist ein sehr schöner Tauchplatz. Der Nachttauchgang fand „Nähe Hausbucht“ statt, allerdings mussten wir ca. 5 Minuten mit dem Speedboot hinausfahren. Dort sahen wir kleine und große Oktuposse, Drachenköpfe und einen kleinen Krebs. Abends saßen wir dann noch eine Zeit lang an der Basis und haben noch etwas getrunken. Mittwochmorgen brach der letzte Tag von Silvia, Reimund und mir an. Dies war auch wieder ein Tagesausflug. „Grgur“ haben wir morgens angesteuert und dort haben wir zwei große und mehrere kleine Drachenköpfe und einen tollen Canyon, durch den man durchtauchen kann, gesehen. Für das Essen der Lunchpakete haben wir die „Grgur Gefängnisinsel“ besichtigt. Danach der Tauchgang fand in der „Nähe Grgur Gefängnisinsel“ statt. Wir haben dort eine große grün – gelbe Schnecke und ein Gelege von Katzenhaieiern gesehen. Auf der Heimfahrt haben wir ganz viele große und kleine Delfine gesehen. Wie an jeden Abend haben wir auch an diesem Abend wieder zusammen gesessen. Am nächsten Morgen sind Silvia, Reimund und ich nach Hause gefahren. Dies war ein sehr toller Urlaub.

Annkatrin Brendel

Urlaub mit Tauchen in Kuba 2003

Nicht zuletzt durch den Wim-Wenders-Film und die Musiker vom Buena-Vista-Social-Club ist Kuba in den letzten Jahren für uns als Reiseziel interessant geworden. Nachdem ich die Karibik von Guadeloupe bis Trinidad bereits in mehreren Tauchurlauben unter und über Wasser erkundet habe bin ich freudig auf den Vorschlag von Cornelia, meiner Frau, eingegangen in diesem Frühjahr zwei Wochen Urlaub in Kuba zu machen. Aber Tauchen sollte möglich sein.

Die Prospekte verschiedener Reiseveranstalter wurden studiert und es fanden sich auch eine Anzahl von Hotels, bei denen Tauchen zum Sportangebot gehörte. Wir buchten Anfang Februar einen Flug nach Holgin, welches im östlichen Teil von Kuba liegt. Unser Hotel war nahe der Ortschaft Guardalavaca gelegen, was so viel heißt wie “Pass auf die Kuh auf“. Zehn Kilometer westlich vom Hotel liegt die Bucht in der Kolumbus auf seiner ersten Amerika-Entdeckungsreise zum ersten Mal an Land ging. In dieser Region ist die Landschaft hügelig, wie im Taunus, die Strände liegen sehr idyllisch zwischen Hügeln in unterschiedlich großen und kleinen Buchten. In etwa einer Meile Abstand zur Küste zieht sich mit einigen Unterbrechungen ein Riff.

Als Einstimmung auf die kubanische Lebensweise wollten wir zunächst eine viertägige Rundreise in einem Bus nach Bayamo, Santiago und Baracoa unternehmen. Am Flughafen empfing uns ein sehr freundlicher Reiseführer mit dem typisch kubanischen Namen Wladimir und eröffnete uns in fast perfektem Deutsch (er hatte in Dresden studiert), dass die Reise nicht wie geplant durchgeführt werden könne, weil in Baracoa zum geplanten Zeitpunkt kein Hotelzimmer frei sei. Die Zimmer waren kurzfristig für eine Gruppe von Journalisten belegt worden, die eine internationale Radrundfahrt begleiteten. Deshalb wurden wir zunächst auf die Insel Saetia gebracht, die ein Jagdrevier für Staatsgäste beherbergt. In dem Resort haben auch Fidel und Raul Castro ein Ferienappartement. In dem Revier leben Wasserbüffel, Antilopen, Zebras, Hirsche und andere Tiere, welche in Kuba normalerweise nicht zu Hause sind. Wir wurden am ersten und am folgenden Tag auch mit köstlichem Antilopenfleisch verpflegt.

Auch auf den weiteren Stationen unsere Rundreise, bei der Baracoa, die älteste Stadt Kubas ausgelassen wurde, gab es reichlich und leckeres Essen, was wir auf Grund der wirtschaftlichen Situation Kubas nicht in dieser Fülle und Qualität erwartet hätten. Der Kontrast zwischen dem Luxus, der den Touristen geboten wird und der Tatsache, dass die Kubaner noch Lebensmittel auf Zuteilung, also auf Lebensmittelkarten bekommen, hat uns schockiert und nachdenklich gemacht.

Trotz des relativ bescheidenen Lebensstandards sind die Kubaner fröhliche Menschen, die sich mit den dort herrschenden Lebensumständen weit gehend abgefunden haben. Durch den  zunehmenden Tourismus und die Einführung des Dollar als reguläres Zahlungsmittel in 1995 hat sich in den letzten Jahren schon eine deutliche Verbesserung ergeben, was sich durch moderne Kleidung, viele neue Autos und eine große Zahl von Dollar-Läden zeigt. Große Kontraste herrschen auch zwischen den teilweise sanierten Gebäuden in den Innenstädten und den teilweise starke Reparatur bedürftigen Häusern in den Randgebieten. Auf dem Land sind vielfach noch Hütten aus dem Holz der Königspalme, ohne Fensterscheiben, gedeckt Palmblättern anzutreffen. Strom haben alle, Fernseher haben viele, fließendes Wasser ist vielfach ein Problem, vor allem in den Städten.

Als positiv ist die Realisierung der allgemeinen Schulpflicht zu erwähnen. Selbst in abgelegenen ländlichen Gebieten haben wir Vorschulen für die 4-6-jährigen Kinder in Palmhütten gesehen. Armut, die dazu führt, dass Kinder auf und von Müllhalden leben, gibt es in Kuba nicht.

Ich war schon während der Rundreise sehr gespannt, was mich hinsichtlich der gebuchten Tauchgänge erwarten würde. Im Hotel angekommen stellte der TUI-Reiseleiter einen Kontakt zur Tauchbasis her und teilte mit, dass ich am kommenden Morgen von einem Tauchlehrer im Hotel abgeholt werden würde. Jorge stand mit einem Taxi am anderen Morgen da und wir fuhren die fünf Kilometer nach Guardalavaca. Dort war die Tauchbasis, die von Hotelgästen der unterschiedlichen Hotels besucht wurde. Da ich vorsichtshalber meine Ausrüstung mitgebracht hatte, war nur Blei und Flasche notwendig. Meine Vorsicht war unangebracht denn die Basis war erstklassig ausgestattet. Anzüge, Masken, Schnorchel, Flossen und Jackets, sind fast neu, von Mares und anderen Markenherstellern. Sechs Tauchlehrer waren im Schichtbetrieb tätig. Verständigung: mäßiges englisch oder spanisch. Die täglichen Taxifahrten von und zum Hotel wurden von der Tauchbasis organisiert und bezahlt.

Die Ausrüstung musste über ca. 60 Meter Sandstrand getragen werden. Dort lag das Tauchboot an einer Boje. Wir tauchen in Gruppen zwischen 6 und 8 Personen mit einem Tauchlehrer. An dem Riff sind 23 Tauchplätze, überwiegend mit Bojen markiert, an denen auch die Tauchboote fest machen. Die Tiefen beginnen an der Riffkante bei ca. 10 Metern, in welcher Tiefe die Steilabfälle enden, kann ich nicht sagen. Die Unterwasser-Landschaft ist abwechslungsreich, die Korallen in gutem Zustand. Von der geringen Zahl der Fische war ich etwas enttäuscht, weil ich aus anderen Regionen der Karibik speziell St. Lucia, St. Vincent oder Tobago verwöhnt bin. Ich glaube das liegt daran, dass wir an der Nord- also der Atlantikseite der Insel getaucht sind und dort das Wasser kühler ist. Außerdem wird überall auch intensiv gefischt.

Bei einem der ersten Tauchgänge sah ich einen Fisch, der in seiner Unterlippe einen ziemlich großen Angelhaken mit sich führte, der ihn wohl nicht besonders störte, denn er machte auf mich einen munteren Eindruck. Bei diesem Tauchgang wurden wir auch von zwei großen, eindrucksvollen Trooperfischen begleitet.

Am Nachmittag tauchten wir an einem anderen Platz in etwa 500 Meter Entfernung zu dem Platz vom Vormittag. Ich war sehr erstaunt das ich dort glaubte, wieder die beiden Trooperfische zu erkennen. Das ich mich nicht irrte wurde mir dann wenig später bestätigt, als ich auch den gepiercten Fisch vom Vormittag wieder sah. Weil einige Taucher die Fische mit hart gekochten Eiern aus den Hotels (all inclusive!) füttern, schwimmen die Fische wahrscheinlich schnell dem Tauchboot zu den unterschiedlichen Plätzen hinterher.

Als interessante Dives wären noch zwei Höhlen- und drei Steilwand-Tauchgänge zu erwähnen. Bei einer Höhle war der Eingang auf ca. 16 m. Der relativ enge Channel ging spiralförmig nach unten und endete auf ca. 37 m in einer Steilwand. Im Channel hatte ich nicht auf meine Tarierung geachtet. Als ich mich am Ausgang wieder orientiert hatte war, ich schon auf 43,5 m und unter mir nur endloses Blau.

An einem Nachmittag wurden wir als Darsteller für einen Werbefilm der Tourismusagentur über Tauchen in Kuba engagiert. Zu diesem Zweck wurde speziell eine große Luxus-Motoryacht heran beordert, die keinerlei Ähnlichkeit mit unseren bescheidenen Tauchboot hatte. Die Küste steht  zur Verhinderung von „Republikflucht“ unter ständiger lückenloser Überwachung der Armee. So musste für den Filmdreh auf dem seegängigen Schiff erst eine Crewliste angefertigt werden, die dann vor dem „Auslaufen“ von einem Soldaten geprüft und abgesegnet wurde. Wartezeit 1 Stunde, Fahrt zum Tauchplatz einschließlich Aufnahmen 15 Minuten.

Zu den wenigen Fischen hatte ich im Verlauf der 10 Tauchgänge ein familiäres Verhältnis entwickelt. Wir kannten uns vom Sehen. Bei den letzten Dives waren mir zwei Baracudas aufgefallen, ein heller und einer mit 4 großen schwarzen Flecken. Als ich am letzten Tag am Hotel noch einmal Katamaran segelte, traf ich einen Segellehrer, der vom Angeln kam. Er hatte neben 3 kleineren Fischen auch den gefleckten Baracuda gefangen. Wieder ein Freund weniger!

Als Kompensation für die geänderte Reiseroute wurde uns ein Ausflug mit dem Doppeldecker nach Baracoa angeboten, was wir freudig annahmen. Baracoa, 1492 von Columbus Puerto Santo genannt  und 1512 von Diego Velasques gegründet, war die erste Stadt Kubas und sogar für 3 Jahre Hauptstadt. Sie war uns als sehr interessant und sehenswert geschildert worden. Also machten wir den Ausflug mit 6 weiteren Teilnehmern unserer Rundreisegruppe in einer Antonow 2, die außen sehr poppig angestrichen war aber innen den Komfort alter Militärmaschinen aufwies. 1 Motor, 2 Piloten, 1 Techniker (in Wahrheit Sicherheitsbeamter) und 1 Reiseleiter, 45 Minuten Flug, in denen wegen des starken Fluglärms kein Gespräch möglich war. Die Stadt, umgeben von unwegsamen Berglandschaften, macht im Vergleich zu anderen Städten Kubas einen eher gemütlichen, verschlafenen Eindruck. Sie liegt am Ende der Welt und war bis 1960 nicht an das Straßennetz angeschlossen, sondern nur über See und später mit dem Flugzeug erreichbar. So hat sie sich über 450 Jahre wie ein Biotop entwickelt. Es gibt dort einen hohen Anteil an Nachfahren der Ureinwohner und weniger Nachfahren von Sklaven, was auch an den Gesichtsformen und der Hautfarbe erkennbar ist.

Baracoa hat nur zwei kleine gute Hotels und ein weiteres, welches nicht zu empfehlen ist. Es wurde von der russischen Geliebten von Fidel Castro betrieben und hat nach deren Tod an Attraktivität eingebüßt. Wegen reizvollen Umgebung, der geschichtlichen Bedeutung und der Einmaligkeit der Lage erfährt Baracoa einen guten Zuspruch und hat die höchste Zahl von Privatübernachtungen Kubas. Wer hier ein Zimmer sucht, setzt sich mit seinem Gepäck auf den zentralen Platz. Die Angebote kommen umgehend.

Im Umland sind viele kleine Farmen, die Kakao, Kaffee, Kokosnuss, Bananen und Gemüse anbauen sowie Schweine und Hühner halten. Obst, Gemüse, Tiere  und Fleisch wird in den Städten auf Bauernmärkten verkauft, was ein wichtiger Bestandteil der Versorgung mit Lebensmitteln für die Bevölkerung ist. Für Rinder und Lobster besteht ein privates Verkaufsverbot, der Staat hat dafür das Ankaufsmonopol. Mit einer Farmbesichtigung und einem Spanferkelbarbeque am breitesten Fluß Kubas, begleitet von einer typischen kubanischen Band –der Song Guantanamera durfte nicht fehlen-  beendeten wir unseren Baracoa-Trip.

Fast hätte ich es vergessen: Kuba ist zu Recht bekannt für guten Rum und gute Zigarren, deshalb haben wir auch Zuckerrohrschneider auf dem Feld, den Probeausschank einer Rumfabrik und eine Zigarrenfabrik (Produkte: Monte Christo, Churchill, Romeo und Julia) besucht. Fabrikverkauf gibt es nicht, der Verkauf findet nur in staatlichen Läden zu festgelegten Preisen statt. Ich war zunächst enttäuscht, kaufte dann für $ aber doch Rum und Zigarren für die Heimat ein. Zurück in Deutschland stellte ich dann fest, dass die gleichen Produkte hier mehr als das Doppelte kosten. Für die nächste Kuba-Reise, die in den Westteil führen soll, wissen wir jetzt Bescheid.

Tauchgänge

Datum Tauchplatz Tiefe Dauer
12.2. Labyrinth 30,5 35
13.2. Sirena 24,5 50
13.2. Corona 23 50
16.2. Cave 40 35
16.2. Canto Azul 26 48
17.2. Cave 2 43,5 45
17.2. Labyrinth 30,5 53
19.2. Canto Azul 25 58
20.2. Canto Easy 37 52
20.2. Aquarium 15,5 54

 

Jürgen Riebling, Idstein

Ein nicht so erfolgreiches Tauchjahr 2001

Januar:
Weihnachten und Silvester habe ich hinter mich gebracht und was übrig blieb sind ein paar Kilos zuviel auf der Hüfte. Sport wäre genau das richtige jetzt, aber Schönbach ist doch geschlossen und ich muss jeden Mittwoch arbeiten. Also ab in den Keller und die Tauchklamotten streicheln und von der kalten Nässe träumen.
Februar:
Kein Geld für einen Tauchurlaub! Wieder ab in den Keller und sicher stellen, dass die Tauchklamotten in Ordnung sind. Wehmütig pudere ich den Trocki wieder ein und überlege ob ich in der Badewanne testen soll ob er auch immer noch dicht ist.
März:
Frühling in Bauch. Bald ist Schönbach offen. Also die Automaten zur Revision bringen und die Tauchlampen entladen und neu laden.
April:
Gregor anrufen und fragen wann es denn endlich los geht! Aber Schönbach ist immer noch zu und Gregor gibt mir Hoffnung, dass es im Mai losgeht.
Mai:
Nun könnte es endlich los gehen aber was macht Gregor: fliegt nach Amerika und bleibt den ganzen Monat da!
Juni: Gregor endlich wieder da aber diesmal ist es die Firma die mir meinen ersten Tauchgang versaut. Ich muss an allen Wochenenden fliegen. Da habe ich auch kein Lust zum Training. Wozu soll ich auch trainieren wenn es mit den Tauchen nichts wird!
Juli:
Alles klar, zum tauchen verabredet. Als ich die Tauchsachen fertig mache kommt mir ein furchtbarer Gedanke auf. Die tauchärztliche Untersuchung habe ich lange nicht mehr gemacht. Und der unvorstellbare Fall tritt ein. Sie ist bereits in April abgelaufen!!!!!!!
August:
Habe den ganzen Monat frei und verbringe ihn in Ägypten in Kairo und lerne Arabisch. Das Rote Meer ist so nah aber bis dahin schaffe ich es nicht und ohne die Untersuchung kann ich sowieso nicht ins Wasser.
September:
Ich muss einen Termin mit einem Taucharzt vereinbaren. Ich mache es morgen. Es ist sowieso viel zu heiss zum Tauchen im Moment.
Oktober:
So langsam wird es kritisch. Das Jahr ist bald rum und ich bin immer noch nicht getaucht. Also, morgen rufe ich den Taucherarzt ganz bestimmt an.
November:
Jahresversammlung der Tümpeltaucher und ich gehe dahin obwohl ich nun wirklich kein Vorzeigemitglied gewesen bin. Kein Training und auch kein Tauchgang. Dort bekomme ich wieder Hoffnung: es gibt noch eine letzte Möglichkeit das Jahr doch nicht ohne Tauchen zu beenden, ich könnte doch am Nikolaustauchgang teilnehmen. Und unglaublich aber Wahr: ich schaffe es die tauchärztliche Untersuchung zu machen und rufe Gregor voller Stolz an und kündige ihm an, dass ich doch zum Nikolaustauchen kommen werde. Und was macht er: sagt, dass es am Samstag statt findet und dann kann er nicht!
Dezember:
Beende das Jahr mit dem Vorsatz nie wieder ein Jahr ohne Tauchen zu haben und regelmäßig ins Training zu kommen. Diesmal wird es ganz bestimmt mit dem Vorsatz klappen.
 

Elina